Wurmloch-Verkehr und grüne Landschaften

30.12.2017

Amadeus Community: Auf zu Teil 4 der kleinen Zukunfts-Serie! „HolyMoly“ verbringt die Nacht in seiner gläsernen Schlafbox unter freiem Himmel und erfreut sich der Natur – weit und breit ist kein Beton mehr zu entdecken. – „Wagt ihr mit uns einen Blick in die Zukunft“? lautete die Frage anlässlich des 30.sten Amadeus Geburtstags an die User im Oktober. Und die Community machte sich Gedanken: Es ist das Jahr 2047 …

2047

06.00 Uhr früh am Morgen, die Sonne zeigt sich gerade am Horizont und erhellt den Raum meiner Schlafstätte. Müde blicke ich auf und erfreue mich an dem für mich immer noch fantastischen Ausblick auf die Rocky Mountains. In zwei Stunden beginnt mein Arbeitstag im Schwabenländle. Ja, auch mit über 70 macht mir meine Arbeit noch Spaß, auch wenn sich mein Beruf „etwas“ verändert hat. Die neuen Gesundheitstechnologien machen das Leben im Alter auch wirklich angenehm.

Ich schäle mich aus meiner gläsernen Schlafbox und lasse diese auf Streichholzschachtelgröße zusammenfalten. So eine Nacht unter „freiem“ Himmel ist schon fantastisch.

Mit der SWUUSCH am Handgelenk rein ins Wurmloch-System

Seit die Wissenschaft herausgefunden hat, wie man Mini-Wurmlöcher erzeugen und vor allem unbeschadet hindurchschreiten kann, hat jeder nur noch eine sogenannte SWUUSCH am Handgelenk. Das Ding managed den gesamten Wurmloch-Verkehr. Ziel eingeben, den reservierten Lande-Slot bestätigen, und schon befindet man sich am gewünschten Ort.

Zurück zur Natur

Sämtliche stinkenden Transportmittel sind vom Erdball verschwunden. Über CO2 und Klimaerwärmung denkt niemand mehr nach. Unser Erdball ist so grün und still wie schon lange nicht mehr. Lediglich die Geräusche der Natur und das SWUUSCH, das Geräusch, was durch das Durchschreiten des Wurmlochs verursacht wird, ist ein ständiger Begleiter. Es gibt Schlimmeres.

Ich strecke die Glieder und kaue ein wenig auf meiner Zahnreinigungstablette herum. Erdbeergeschmack, lecker. Am herrlich klaren Bergsee, neben meiner Schlafstätte für heute, mach` ich mich „frisch“. Kühl ist es heute Morgen. Mit einer Tasse dampfenden Kaffee in der Hand, Wulo-Lieferservice sei Dank, geniesse ich noch die wärmende Sonne und dieses perfekte Bergpanorama.

In Sekundenschnelle am Arbeitsplatz

Meine SWUUSCH erinnert mich an meine Arbeitsstätte. Also, Ziel bestätigt und, ihr könnt es Euch denken, SWUUSCH .. stehe ich an meinem Arbeitsplatz, knapp 8300 km von meinem Bergpanorama entfernt.

Häuser und Gebäude gibt es übrigens nicht mehr. Die Weltorganisation hat 2033 beschlossen, dass die Natur zu wertvoll ist, als dass man sie mit Beton verschandelt. Also sind alle nötigen Gebäude unter die Erde verlegt und die Erdoberfläche ist renaturiert worden. Straßen wurden eh nicht mehr benötigt. Geschlafen wird unter „freiem“ Himmel in der persönlichen Schlafbox. Die entfaltet sich in jeder gewünschten Größe selbst, an jedem beliebigen Ort. Den neuen Flexmaterialien, die man auf einem vorbeireisenden Meteoriten gefunden hat, sei Dank.

Amadeus regelt den Wurmloch-Verkehr

08.00 Uhr, mein Arbeitstag beginnt. Ja, das mit den Lande-Slots ist so eine Sache. Gut, dass ich bei Amadeus arbeite, da hat man die volle Kontrolle mit seiner SWUUSCH. Als die neue Reiseform entstand, war schnell klar, dass man die Menschen nicht unkontrolliert umherreisen lassen kann. Kaum auszudenken, was passieren würde, wenn zufällig zwei Menschen zur gleichen Zeit am gleichen Lande-Slot ankommen. Jeder Quadratmeter der Erde wurde in „Wabenkästchen“ eingeteilt, mit Koordinaten versehen und als Lande-Slot gespeichert. Natürlich kann nicht jeder irgendwo x-beliebig landen. Da spielen Berechtigungen und natürlich auch die Natur eine Rolle. Und wer möchte schon neben einem hungrigen Löwen landen oder direkt an der Kante der Eiger-Nordwand?

Ist der Lande-Slot in Peking frei?

Amadeus war das einzige Unternehmen, das zu dieser Zeit ein weltweites Reservierungssystem im Einsatz hatte. Die Leute in Bad Homburg konnten schnell ihr System auf „Lande-Slots“ umstellen. Und das ist es, was ich heute täglich erarbeite. Ich stimme die Lande-Slots mit den Geschäftsterminen unserer Firmenkunden ab. Im Grunde wie früher, nur eben doch anders. So kurzfristige Dinge wie „ich muss in 2 Minuten in Halle B, Stand 30328, auf der Messe in Peking stehen“ kommen auch heute noch sehr oft vor. Die Messe in Peking kommt, wie Weihnachten und Ostern, ja immer sooo kruzfristig.

Ich reserviere für mich und meine Frau gleich noch einen Slot für heute 19.23 Uhr im Red Rock Theater bei Denver, Reihe 2, Platz 59/60. „Prime Circle“ gibt heute eines ihrer wenigen Konzerte. Wettervorhersage: Trocken, 27 Grad.

Also ich freu mich drauf.

 

Sie finden den Post von „HolyMoly“ in der Amadeus Community. Herzlichen Dank an den Autor!

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