Welcome! Unser „digitaler Student“

17.04.2019  /  4 Minuten Lesezeit
Autor:
Klaus Ennen

Amadeus Blog: Wir haben dem ersten dualen Studenten bei Amadeus in Bad Homburg, der in einem Bachelor-Studiengang der Digitalisierung auf der Spur ist, auf den Zahn gefühlt: Niklas von Reisner durchläuft während seiner Praxis-Einheiten bei Amadeus die Bereiche IT und Marketing. Klaus Ennen fragt ihn nach seinen ersten Eindrücken.

Das duale Studium „Digital Business Management B.A.“ ist erst seit Anfang 2019 bei der accadis Hochschule in Bad Homburg am Start. Schwerpunktmodule bieten Spezialwissen u.a. zu Datensicherheit und Compliance, außerdem stehen Digitale Strategien und Geschäftsmodelle, Internet und Social Media Marketing sowie Global Digital Transformation and Society auf dem Studienplan. Laut offizieller Beschreibung werden die Studenten nach ihrem Studium Unternehmen beim digitalen Wandel begleiten und digitale Strategien und Prozesse steuern und ausarbeiten. Niklas von Reisner – 21 Jahre alt und damit ein echter „Digital Native“ – arbeitet drei Jahre lang bei Amadeus und studiert abwechselnd im Drei-Monats-Rhythmus in einer kleinen Gruppe mit fünf Studenten. Welche Vorstellungen hat er? Und wie sehen seine ersten Erfahrungen aus?

 

Klaus Ennen:

Niklas, welche Vorstellung hattest du von Digitalisierung, als du dich für dieses Studium entschieden hast?

Niklas von Reisner:

Ich habe mir vor Augen gehalten, wie vor 30 Jahren gearbeitet wurde, wie wir jetzt arbeiten und wie wir in 30 Jahren arbeiten werden. In diesen Zeiträumen finden enorme Veränderungen statt – vor allem durch den digitalen Wandel eben – und mich interessiert die Zukunftsgestaltung. Wie gehen Menschen damit um? Wie müssen sie sich verändern? Wie werden wir mit Robotern zusammenarbeiten? Und wie geht es mit der Natur weiter?

Stellst du dir konkrete Szenarien vor?

Ja klar: Der Roboter bringt das Essen im Restaurant, bei der Automobilfertigung fallen Jobs weg, ich selbst sitze am PC und schaue Vorlesungen per Video an, während mein Opa ausschließlich aus Büchern gelernt hat.

Und das klingt für dich alles positiv?

Einerseits ja, ich bin da ja auch ganz selbstverständlich reingewachsen, gucke Netflix-Filme während der Zugfahrt und vernetze mich mit Freunden. Andererseits ist es auch angsteinflößend, wenn ich weiter nachdenke, wie es zum Beispiel mit dem Datenschutz aussieht. Kommen Hacker an meine Daten und in meine Wohnung? Kostet die Digitalisierung doch mehr Jobs als sie neue schafft? Ist es sinnvoll, das Bargeld abzuschaffen? Muss man Energie aufwenden, um Server zu kühlen, die – was weiß ich – die Daten der zigsten Messenger-App hin- und herschicken? Es wird Vorteile beim autonomen Fahren geben, aber auch Probleme. Ich möchte mich hineinarbeiten in die Prozesse und auch an der Gestaltung mitwirken.

Provokant gefragt: Brauchen wir denn wirklich alles, an dem das Etikett „digital“ dranklebt?

Das ist letztlich die Frage, was der Mensch wirklich braucht. Im medizinischen Bereich kann ich mir wichtige Fortschritte vorstellen. Wir sollten mehr Geld in solche Forschungen investieren genauso wie in die Umwelt. Aber ich bin teilweise selbst schon „satt“ und brauche nicht noch mehr Spiele oder Apps. Ich weiß, wie wichtig Familie und Freunde sind. Gleichzeitig finde ich es cool, wenn ein neues Handy auf den Markt kommt, das schön klein ist und mit dem ich trotzdem alles Mögliche machen kann.

Wie nimmst du Amadeus wahr?

Ehrlich gesagt wusste ich anfangs gar nicht, was Amadeus macht, als ich auf einer Berufsmesse in Kontakt mit diesem großen Unternehmen kam. Meine Erwartungen waren dann aber schon im Vorpraktikum gut erfüllt. Ich habe gestaunt über die vielen Video-Calls in Konferenzräumen, moderne Technik-Ausstattung, vielfältige Arbeitsmodelle, Tools wie Microsoft Teams etc.

Gestartet bin ich bei den Entwicklern und habe agile Meetings mit Kanban-Board und Scrum-Modus kennengelernt. Hier habe ich erfahren, wie wichtig das Miteinander ist: Entwickler müssen sich abstimmen, und das tun sie täglich in den Daily Stand-Ups. Nicht erwartet hätte ich den relativ hohen Altersdurchschnitt. Super, dass es ziemlich viele Frauen im Software-Bereich gibt. Und ich finde es bereichernd, dass hier ganz verschiedene Kulturen zusammenkommen. Ich treffe mich beispielsweise regelmäßig mit den englischen Austauschstudenten. Diese internationale Mischung macht für mich ein gutes Team aus.

Im Moment bist du bei uns im Marketing. Was ist hier dein Schwerpunkt?

Ich arbeite im Social-Media-Marketing mit. Ich hätte erwartet, dass die Follower-Zahlen höher sind, aber das Unternehmen arbeitet ja nicht mit Endkunden, also den Reisenden, sondern mit Branchenpartnern. Ich hätte auch größere Prozesse hinter der Kommunikation vermutet, aber hier wird beispielsweise ein Facebook-Post hochgeladen, ohne dass viele Abstimmungen notwendig sind. Ich habe aber erst einen Ausschnitt kennengelernt und möchte noch tiefer in die Marketing-Prozesse hineinschauen. Im Moment bereite ich auch Posts für die Amadeus Community vor – spannend, wie Kundenbindung über diesen intensiven Kanal funktioniert!

Welche Medien nutzt du persönlich?

Facebook ist auf dem absteigenden Ast, und mein XING-Account ist ehrlich gesagt nicht gut gepflegt. Ich nutze Instagram, ab und zu Snapchat, E-Mails eher für formelle Dinge und ansonsten WhatsApp. In dringenden Fällen telefoniere ich auch mal. Ich bin gespannt, was mit YouTube passieren wird. Immer und überall Musik hören und Filme schauen zu können, ist für mich selbstverständlich.

Und wie buchst du Reisen?

Meine letzte Reise nach Ägypten habe ich online gebucht, aber meine nächste Reise nach Thailand tatsächlich im Reisebüro. Das war schon lustig, als der Bildschirm umgedreht war und ich ständig das Amadeus Logo gesehen habe! Erst wollte mich der Reiseberater auf ein bestimmtes Angebot festnageln, aber ich habe solange nachgefragt, bis ich ein wirklich gutes Angebot bekommen habe. Wenn man sich das so überlegt – die meisten Menschen auf der Welt sind ja schon mal mit Amadeus in Berührung gekommen, ohne dass sie es wussten.

 

 

Niklas von Reisner, 21 Jahre alt, ist dualer Student bei Amadeus in Bad Homburg, wo er auch „Digital Business Management B.A.“ an der accadis Hochschule studiert. Er ist Technik-Fan und reist gerne – die ideale Kombination für Amadeus! Zu seinen Hobbies zählt Sport, u.a. war er drei Jahre lang ehrenamtlicher Fußballtrainer. Außerdem fotografiert er gerne und verbindet diese Leidenschaft mit dem Reisen.

Über den Autor

Klaus Ennen verantwortet den Bereich Marketing Kommunikation bei Amadeus DACH & Traveltainment. Er jongliert täglich virtuos Informationen zwischen Presse, Amadeus Magazin und Newsletter, Webseite, Community, Blog und weiteren Social Media…
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