Warum sich Wandel und Beständigkeit wunderbar vertragen

12.10.2017  /  3 Minuten Lesezeit
Autor:
Brigitte Löhl

Amadeus Blog: Brigitte Löhl ist seit 29 Jahren bei Amadeus – also fast so lange, wie es das Unternehmen gibt. Ist das nicht langweilig und spießig? Lesen Sie selbst.

Es sieht so aus, als sei ich geschaffen für langjährige Beziehungen. Meine besten Freunde habe ich vor 34 Jahren kennengelernt, genauso wie meinen Mann. Und seit nunmehr 29 Jahren bin ich mit Amadeus verbandelt. Bin ich langweilig, spießig oder risikoscheu? Oder alles zusammen?

Ich hoffe nicht! Denn trotz aller Beständigkeit, was die soziale Infrastruktur meines Lebens angeht, liebe ich die Abwechslung. Mein Mann und ich fahren jedes Jahr an einen anderen Ort in den Urlaub. Lieblingsessen ausgenommen, kommen bei uns über das Jahr wohl keine zwei gleichen Gerichte auf den Tisch. Und immer die gleiche Fahrradtour zu unternehmen finde ich doof. Oder überhaupt jedes Wochenende auf das Fahrrad zu steigen. Also gehen wir wandern, fahren mit dem Cabrio oder nehmen im Konzertsaal Platz.

Ähnlich sieht es im Büro aus. Ich liebe neue Themen. In meinen Berufsleben habe ich insgesamt zehn verschiedene Positionen bekleidet, zwei bei der Lufthansa und anschließend acht bei Amadeus.

Warum bleibt jemand, der die Abwechslung so sehr liebt, 29 Jahre bei Amadeus?

Weil mich die Power begeistert, mit der sich Amadeus seit 30 Jahren immer wieder neu erfindet. Einer meiner Beweggründe, warum ich damals die Einführung des Reservierungssystems in den deutschen Markt übernommen habe, war der Enthusiasmus, Teil von etwas Neuem und etwas Einmaligem zu sein. Als dann die erste Buchung lief, wollte ich unsere Kunden vom Amadeus System begeistern.

Seitdem haben wir unter der Marke Amadeus unsere Technologie und unsere Dienstleistungen in alle Himmelsrichtungen des Wertschöpfungsnetzes ausgebaut. Heute bedienen wir Reisemittler, Airlines, Bahnen, Hotels, Flughäfen und viele, viele weitere Kunden aus der Reisebranche mit IT. Wir sind enorm gewachsen, aus eigener Kraft, mit Unterstützung unserer Kunden und durch den Zukauf von Unternehmen. In 30 Jahren haben wir uns mehrfach neue Wege gesucht und sind damit erfolgreich geblieben. Wir sind zum globalen Marktführer geworden, und ich kann sagen, dass ich einen kleinen Beitrag dazu geleistet habe.

Aber nicht nur die technischen Entwicklungen und Innovationen haben mich immer wieder gereizt.

Ich wollte auch immer schon in einem internationalen Unternehmen arbeiten.

Und das war Amadeus von Anfang an. Heute arbeiten 132 verschiedene Nationalitäten bei Amadeus und sprechen 62 verschiedene Sprachen. Sich permanent auf andere Kulturen einzustellen, andere Sichtweisen und Herangehensweisen in internationalen Projekten zum Erfolg des Ganzen nutzen – das ist herausfordernd, aber auch eine persönliche Bereicherung. Wir haben gelernt, die kulturelle Vielfalt zu nutzen und dabei die lokalen „Flavours“ beizubehalten. Nur so konnten wir global wachsen und auch die Auslandsbüros unserer Kunden bedienen. Ja, ich gebe zu, manchmal nerven mich anders gelagerte Arbeitsweisen. Doch ich weiß auch, dass meine Gründlichkeit in manchen Ländern nicht gut ankommt. Sich in seinen Vorzügen gegenseitig ergänzen, das ist es doch, was Erfolg ausmacht.

Jetzt ist Amadeus 30 Jahre alt. Hätte man mich vor 29 Jahren ins Jahr 2017 versetzt, ich hätte meinen Arbeitgeber nicht wiedererkannt – das Jubiläumsfest zählte einen echten Roboter zu seinen Gästen! Rückblickend allerdings sehe ich sehr wohl die vertrauten Züge des Unternehmens: den Willen, die Kunden auf immer neue Weise miteinander zu vernetzen, die Neugier auf die Möglichkeiten, die hinter neuen Ideen warten, und die Freude, wenn unsere Kunden mit unseren Lösungen Erfolg haben.

Amadeus ist der sehr lebendige Beweis dafür, dass sich Beständigkeit und Wandel wunderbar vertragen.

Über den Autor

Brigitte Löhl leitet seit 2012 das Business Development für die Märkte Nord-, Zentral- und Osteuropa. Sie treibt den Aufbau neuer Geschäftsfelder und –ideen voran und verantwortet strategische Projekte wie auch…
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