Unterwegs mit der Blitzbox

18.12.2017  /  10 Minuten Lesezeit

Amadeus Community: „Wagt ihr mit uns einen Blick in die Zukunft“?, lautete die Frage an die User im Oktober. Und die Community machte sich Gedanken: Es ist das Jahr 2047 bei 39 Grad Celsius, man steigt in den Hyperloof, den Space Shift oder reist per Holo Sessel, Blitzbox, Drohne oder SWUUSCH … auf zu Teil 1 unserer kleinen Zukunfts-Serie!

Doc Brown und Marty McFly im Kultauto DeLorean … wer hätte gedacht, dass die Visionen aus „Zurück in die Zukunft“ teilweise schon Wirklichkeit geworden sind: Drohnentaxis landen am Strand von Dubai, Roboter Pepper bedient Reisebürokunden, über VR- und AR-Brillen besichtigen wir Kreuzfahrtschiffe, die Smart Watch hält uns auf dem Laufenden, nur das mit dem Tanken mit Müll funktioniert noch nicht so recht … und Faxen ist eher out.

Und was ist los in 30 Jahren?

Passend zum 30.sten Geburtstag von Amadeus wurden die Community-User gebeten, ihre Visionen zu posten. Die Ergebnisse sind brilliant und bezaubern besonders mit ihren Reiseszenarien  – 1000 Dank an die Einsender!

Anbei Auszüge aus den Antworten, die Sie als registrierter Nutzer in der Amadeus Community in voller Länge finden.

 

frell

2047

Nach Stunden weht mir vom Meer her endlich ein laues Lüftchen um die Füße, die ich in meinem Liegestuhl am Strand von Carmel in Kalifornien hochgelegt habe. Die Temperatur liegt mit ihren 39 Grad heute deutlich über dem Durchschnitt, aber beim Anblick des weiten blauen Himmels und des fast ebenso blauen Meeres darunter macht mir das nichts aus. Ich lächle in mich hinein, weil ich gerade an das Jahr 2017 denken muss, als die ganze Welt befürchtete, der Klimawandel stünde bevor, und Orte wie dieser hier würden heute gar nicht mehr existieren.

Doch dank der Hover Cars der neuesten Generation gehören Benzingestank und Dieselabgasskandal längst der Vergangenheit an. Wie auch Flugzeuge. Dank der Hyperloop-Tunnel konnte man jeden Ort der Erde komfortabel und schnell erreichen. Ansonsten hätte ich den Kurztrip nach Kalifornien auch gar nicht auf mich genommen. (…)

Auf der Erde kann ich mittlerweile ja fast schon überall auf meine gute alte Alexa zugreifen. Ja, die amazon-Alexa existiert tatsächlich immer noch und macht uns das Leben schon viel leichter als es früher war. Aber gab es damals schon Implants? Nein, ich meine nicht die Reisebüros, die direkt bei den Unternehmen sitzen. Ich meine, die Implantate unter der Haut, mit der man sich mit jedem und allem verbinden kann. Nein, ich denke 2017 hatten wir noch alle Handys. Ach nein, die gibt es schon lange nicht mehr…

Und da meldet sich Alexa auch schon und teilt mir mit, dass ich nun besser das Sonnenbad beende (…)

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Marcel

2047

Alles ist einfacher geworden! Alexa erledigt nicht nur Einkäufe und lässt diese zuschicken, Alexa überwacht inzwischen auch den Kühlschrank und bestellt neue Lebensmittel automatisch und lässt auch diese zuschicken! Auch der Rest des Haushaltes wird durch Roboter versorgt. Zwei Mal täglich wird die komplette Wohnung gescannt und Schäden und Verbesserungsvorschläge werden gespeichert und der Handwerker wird gleich mit bestellt.

Auch das Reisen ist einfacher geworden durch den Partikeltransporter direkt im Reisebüro. Hotel aussuchen, das Geld wird per Gedankenübertragungschip überwiesen und ab durch den Partikelstrom an den Strand!

Die Verständigung ist mit Hilfe der Sprachtabletten kein Problem mehr! Einmal eingenommen und man beherrscht die Landessprache fließend! Was kommt in den Koffer? Dieses Problem ist Vergangenheit. Man wählt die Klamotten auf seinem Travel Pad aus und nach ein paar Sekunden werden auch diese durch den Partikelstrahl geliefert!

Aber reisen alleine reicht der Menschheit schon lange nicht mehr! Inzwischen möchte man auch die Vergangenheit bereisen. Nicht in Wirklichkeit, das würde ja das Raum-Zeit-Kontinuum durcheinander bringen. Kurz in den Holo Sessel gesetzt, das Wunschjahr ausgewählt und schon befindet man sich als Hologramm in der Wunschzeit, unsichtbar für alle anderen! Sauerei! Die Mondlandung war also doch nur geschummelt? Wie konnte die Lufthansa nach der Übernahme der insolventen Air Berlin denn auch noch die Alitalia aufkaufen? (…)

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Flugmaus

2047

Dieses Jahr werde ich meinen Traum von einer Weltreise wahrwerden lassen. Endlich sind die Zeiten vorbei, in denen man Stunden an den Flughäfen verbrachte um auf Flüge, Koffer oder Mitreisende zu warten. Ich habe mir eine eigene Blitzbox gekauft – die neuste Innovation aus dem Hause AMADEUS.

Nachdem Flug,- , Bus,- und Autoreisen wie auch Kreuzfahrten in 2037 abgeschafft wurden, musste sich die Reiseindustrie etwas Neues einfallen lassen. Findigen Wissenschaftlern war es gelungen, Menschen und Gegenstände an das Licht zu koppeln. So ganz begriffen habe ich das immer noch nicht, das könnt Ihr mir glauben. Die Blitzbox ist eine gemütliche Kiste, weichgepolster,t durch die ein Lichtimpuls geschickt wird auf den man dann quasi zum Ziel reitet. Wichtigstes Utensil: Eine sehr gute Sonnenbrille, denn in der Blitzbox ist es verdammt hell! Den Koffer schickt man auf denselben Weg mit, auch der Gütertransport wird darüber abgewickelt – echt praktisch! (…)

Aber Achtung – böse Falle sind Rechtschreibfehler. Letzte Woche war ich zufällig auf dem Mars, dabei wollte ich auf dem Marsfeld am Eiffelturm landen (…) *Tür zuklapp* Blitz und weg*

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HolyMoly

2047

06.00 Uhr früh am Morgen, die Sonne zeigt sich gerade am Horizont und erhellt den Raum meiner Schlafstätte. Müde blicke ich auf und erfreue mich an dem für mich immer noch fantastischen Ausblick auf die Rocky Mountains. In 2 Stunden beginnt mein Arbeitstag im Schwabenländle. Ja, auch mit über 70 macht mir meine Arbeit noch Spaß, auch wenn sich mein Beruf „etwas“ verändert hat. Die neuen Gesundheitstechnologien machen das Leben im Alter auch wirklich angenehm.

Ich schäle mich aus meiner gläsernen Schlafbox und lasse diese auf  Streichholzschachtelgröße zusammenfalten. So eine Nacht unter „freiem“ Himmel ist schon fantastisch. Seit die Wissenschaft herausgefunden hat, wie man Mini-Wurmlöcher erzeugen und vor allem unbeschadet hindurchschreiten kann, hat jeder nur noch eine sogenannte SWUUSCH am Handgelenk. Das Ding managed den gesamten Wurmloch-Verkehr. Ziel eingeben, den reservierten Lande-Slot bestätigen und schon befindet man sich am gewünschten Ort.

Sämtliche, stinkende Transportmittel sind vom Erdball verschwunden. Über CO2 und Klimaerwärmung denkt niemand mehr nach. Unser Erdball ist so grün und still wie schon lange nicht mehr. (…)

Meine SWUUSCH erinnert mich an meine Arbeitsstätte. Also, Ziel bestätigt und, ihr könnt es Euch denken, SWUUSCH .. stehe ich an meinem Arbeitsplatz, knapp 8300 km von meinem Bergpanorama entfernt. Häuser und Gebäude gibt es übrigens nicht mehr. Die Weltorganisation hat 2033 beschlossen, dass die Natur zu wertvoll ist, als dass man sie mit Beton verschandelt. Also sind alle nötigen Gebäude unter die Erde verlegt worden und die Erdoberfläche renaturiert worden. Strassen wurden eh nicht mehr benötigt. (…)

08.00 Uhr, mein Arbeitstag beginnt. Ja, das mit den Lande-Slots ist so eine Sache. Gut, dass ich bei AMADEUS arbeite, da hat man die volle Kontrolle mit seiner SWUUSCH. Als die neue Reiseform entstand, war schnell klar, dass man die Menschen nicht unkontrolliert umherreisen lassen kann. (…)

AMADEUS war das einzige Unternehmen, das zu dieser Zeit ein weltweites Reservierungssystem im Einsatz hatte. Die Leute in Bad Homburg konnten schnell Ihr System auf „Lande-Slots“ umstellen. Und das ist es, was ich heute täglich erarbeite, ich stimme die Lande-Slots mit den Geschäftsterminen unserer Firmenkunden ab. Im Grunde wie früher, nur eben doch anders. (…)

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Ivy78

2047

Mir ist kalt. Ich bin gerade im Büro angekommen und versuche, Mr. Pepper, der selbst bei den nervigsten Kundenbeschwerden ein Lächeln auf seinem Stahlgesicht hat, in Gang zu bringen. Danach werde ich mir unbedingt neue Stiefel kaufen, diese Kälte bringt mich um.

Seit der Klimaerwärmung 2030 ist es hier eisig kalt wie am Nordpol. Selbst im Sommer herrschen gerade mal Temperaturen um die 10 Grad. Ich vermisse die Jahreszeiten, die blühenden Bäume im Frühjahr, die auf der Haut kitzelnde Sonne im Sommer und die Farbenpracht im Herbst. Ach, wie schön war es vor 30 Jahren. Von diesen Zeiten kann ich mich mental einfach nicht trennen. Immerhin haben die Cafes und Geschäftsmeilen aufgerüstet und an jeder Ecke steht ein Heizstrahler, an dem ich mich erwärmen kann. Meine Thermalunterwäsche ist ebenfalls der neuste Schrei. Dünn, aber auf Knopfdruck kuschelig warm. Wenn nur nicht immer der Knopf klemmen würde! Die Technik ist auch nicht immer das, was sie verspricht.

(…) Als ich nach dem Einkauf zurück ins Büro komme, ist der Vormittag vorbei und Mr. Pepper hat ganze Arbeit geleistet. 2 Kreuzfahrten, 3 Pauschalreisen – natürlich alle nach Afrika, wo man wenigstens noch ohne Mütze und Schal am Strand spazieren gehen kann, um die dortigen 18 Grad zu genießen – und 3 Einkaufsflüge mit diesen wahnsinnig spacigen Drohnentaxen nach Sydney.

Ich werde mich wohl nie daran gewöhnen, einfach einzusteigen und innerhalb von ein paar Minuten auf der anderen Seite der Welt zu sein. Wie schön war die Vorfreude auf das Kofferpacken, das Einchecken am Flughafen, selbst wenn man in der Schlange stehen musste und vor sich Gäste stehen hatte, die erst einmal ihre Koffer umpacken mussten, um kein Übergepäck zu zahlen. Wie schön war die Aufregung, das Flugzeug zu besteigen und dann auf den Service der Flugbegleiter zu warten, um sich über die horrenden Preise für eine Cola aufzuregen.

Nun ist alles ganz schlicht geworden, man bucht bei Mr. Pepper, die Drohnen landen direkt vor deiner Tür und zack, bist du am Ziel.

Ich rufe meine Freundin an, halte dazu meine Smart Watch an mein Ohr und drücke die Speichertaste 2, wie jeden Tag, wenn ich nicht viel zu tun habe. Immerhin haben wir seit 3 Jahren Misses Perfect bei uns im Büro, die all unsere Buchhaltung erledigt. Ich weiß gar nicht, warum ich noch angestellt bin.

Sie erzählt mir die neusten Nachrichten aus dem Hause Amadeus. Das Reservierungssystem ist ja schon perfekt. Nun tüfteln die Mitarbeiter gerade an einer Handcreme, die mindestens 12 Stunden Wärme ausstrahlt, an einem Lipbalm, der das ebenfalls kann und an einer Schokolade, die dir wenigstens das Gefühl gibt, von innen gewärmt zu werden. Den Amadeus Strandhandtuchhalter von 2016 habe ich trotzdem aufgehoben, auch wenn ich ihn nirgends auf der Welt mehr benutzen kann.

Daher freue ich mich schon auf das nächste Weihnachtsmarkttreffen, denn das ist wenigstens all die Jahre erhalten geblieben …i mmerhin etwas, das in diesen kalten Zeiten Freude bereitet …

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Nuisance

2047

Ich sitze auf einem Stuhl hier mit meinen Mann und genieße den Ausblick aus unserem otelzimmer, welches im 227. Stock liegt, bevor wir uns an den Stand begeben. (…)  Das Reisen ist wesentlich einfacher und komfortabler geworden als vor 30 Jahren … Die Flieger sind schneller geworden und auch viel komfortabler. Allein auf dem Hinflug konnte ich mir schon von zu Hause über mein IPad meinen Film und mein Essen aussuchen. Das ist echt super! Ebenso wird das Gepäck per Roboter daheim abgeholt und sogar bis zum Zielort gebracht.

Wir haben nun eine staatliche Cloud. 2030 per Gesetz eingeführt. Meine Daten sind nun in staatlichen Wolken und für jede Airline der Welt abrufbar. Einen Reisepass gibt es heut` zu Tage nicht mehr. Alle Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen werden per Gesichtserkennung, Augensensor und Fingerabdruck vorgenommen. Alles wurde digitalisiert. Zumindest vergessen so die meisten Menschen nicht mehr ihre Reisepässe daheim und haben stress am Schalter so wie damals. Portemonnaie und Karten wurden 2025 abgeschafft. Noch 2017 waren 14 (!) Karten bei mir im Portemonnaie. Nun zahle ich nur noch mit meinem Namen und dem Chip, der unter meiner Haut das derzeit Sicherste ist, was man sich denken kann. (…)

Die Cloud ist vielseitig geworden. Wir haben mittlerweile auch eine Gesundheitscloud. Hier sind Meine Gesundheitsdaten vorhanden, sehr praktisch. Wir teilen übrigens alle nach unserem Tode unsere Organe – als Organspender. Das hat der Staat geregelt! Operationen machen nur noch die Elektronischen Chirurgen. Sie arbeiten effektiver und präziser, und auch als Pflegekräfte werden immer mehr intelligente Roboter eingesetzt: ausfallsicher und effektiv! Der Fachärztemangel hat dazu geführt, dass wir nun viele Untersuchungen per Telemedizin und mit unserer A-Watch machen können und müssen. Die A-Watch weist mich auch an, mich zu bewegen, wenn es günstig ist oder wenn es Not tut, zum Beispiel nach einem ausgiebigen Essen. So bleibe ich fit, wenn ich mich an die Anweisungen halte. Die Uhr weiß genau, was Sie will und bringt es mir so schonend bei, dass ich es auch will. Gar nicht schlecht finde ich.

Auch das Einkaufen ist wesentlich einfacher geworden. Vieles bestellen wir im Internet. Aber mehr Spaß macht es, mit unserer Raspy einzukaufen. Raspy ist unsere Einkaufsdrohne, welcher jeder Haushalt 2040 erhalten hat. Raspy fliegt in den Supermarkt, zeigt uns mit seiner Kamera das Sortiment und lädt in den Korb, was wir möchten. – Raspy und ich – so habe ich unsere Drohne genannt – gehen gelegentlich sogar zusammen einkaufen. Ab und zu gehe ich auch alleine, denn Raspy ist immer sehr kritisch, gerade was Alkohol, Chips und Tabak angeht. (…)

Störend ist die gelegentlich übertrieben programmierte Welt in meiner Wohnung: Wenn man nicht aufpasst, wird einem spontan schlecht, denn ab und an wird die Musik einfach nach dem Lebensalter eingespielt. Neulich traf es mich ganz gemein: Andrea B. und Helene F. kamen mir kurz nacheinander auf meiner Leinwand entgegen und sangen aus voller Kehle, als ich die Wohnung betrat. Ebenso nervig können Kommunikationsroboter werden, die mir dauernd irgendwelche altersgerechte Gesellschaftsspiele vorschlagen oder mit mir spazieren gehen wollen – früher haben wir die Hunde ausgeführt, heute führen uns die Roboter aus … Mein Mann weckt mich aus meinem Tagtraum auf. Ich nehme mein Handtuch und wir gehen zum Strand, denn da bin ich noch ich selbst und lese ganz altmodisch mein Buch. Ohne E-Reader oder Tablet und genieße das Geräusch der Wellen…

Den vollständigen Post finden Sie hier!

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Als kleines Dankeschön verloste Amadeus Germany drei DVD-Trilogien „Zurück in die Zukunft“.

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