Offene Grenzen in Köln

20.09.2019  /  3 Minuten Lesezeit
Autor:
Sascha Nau

Amadeus Blog: Neue Raumaufteilung, neues Besucherkonzept – das Amadeus Team ist gespannt zum FVW-Kongress gefahren. Und? Wie war’s? Sascha Nau berichtet.

Okay – so voll wie auf der ITB ging es an unserem Stand auf dem FVW-Kongress 2019 nicht zu. Das war aber auch gar nicht das Ziel.

Die FVW-Mediengruppe hat den Kongress etwas zugespitzt. Sie bot mit ihrem neuen Besucherkonzept keinen reinen Messebesuch mehr an wie in all den Jahren zuvor, sondern ausschließlich ein Paket aus Kongress und Messe. Dazu passte die Umsortierung in der Kölner X-Post: Die drei Bühnen – zwei kleine links und rechts vom Eingang sowie die Hauptbühne an der Kopfseite des Saals – standen offen da. Keine Tür, kein Vorhang trennte Messe- und Kongressgeschehen.

Das brachte Vor- und Nachteile. Vom Amadeus Stand aus zum Beispiel hatten wir die Rückseite der Hauptbühne im Blick, nun ja. Und die Geräuschkulissen überlagerten sich, Redner mit durchdringenden Stimmen drangen bis zu den Ständen durch, der Applaus ebenso, was mitunter etwas anstrengend war.

Einfacher Wechsel zwischen Gesprächen und Vorträgen

Allerdings bot sich natürlich die Möglichkeit, sich mit Gesprächspartnern einfach in den ruhigen Saal eine Etage tiefer zu verkrümeln, wo auch der Lunch stattfand. Und durch die offenen Grenzen blieb man viel eher im Vorbeigehen am Kongressgeschehen hängen und schlenderte zu den Bühnen hinüber, um sich einige Minuten lang eine interessante Präsentation oder Diskussion anzuhören. Viele Besucher wurden so dazu verführt, sich auch Programmpunkte anzuhören, die schon angefangen hatten. Einige Kollegen schlugen gleich an einem der Tische vor dem Center Stage ihr Lager auf und verbrachten ihre terminfreie Zeit im Wechsel zwischen Zuhören und ihren E-Mails.

Im Grunde also ein Kongress für die Generation Smartphone, zu der ich mich ohne zu zögern zähle: Man trifft am Stand oder in den Gängen ständig Gesprächspartner und bekommt gleichzeitig einen steten Strom an Informationen zum Eintauchen.

Die Befürchtung, die Abschaffung des Nur-Messe-Tickets könnte zu weniger Besuchern führen, hat sich bestätigt: Meinem Eindruck nach waren weniger Leute da. Allerdings gibt es auch hier ein Aber. Da diese Besucher mehr für ihre Karte bezahlt haben, waren sie wohl bestrebt, möglichst viel daraus zu machen. Daher hatten wir zwei Tage lang eine schöne Grundlast interessierter Besucher am Stand, darunter mehr Reisebüros als sonst, und das auch noch am zweiten Tag um 16 Uhr, wenn normalerweise schon schwach das Surren der Akkuschrauber in der Luft liegt.

Applaus für Anna Kofoed

Mit keineswegs durchdringender Stimme, dafür umso mehr Überzeugungskraft war übrigens Anna Kofoed auf der Hauptbühne unterwegs, Senior Vice President Retail for Northern, Eastern, Central & Southern Europe bei Amadeus. Sie stellte die Content-Strategie von Amadeus vor, was wir hier für Sie dokumentiert haben. Den Applaus, den sie bekam, haben wir gerne bis an den Stand wehen lassen.

Natürlich war NDC ein Thema bei uns. Schließlich sind wir gerade dabei, gemeinsam mit unseren Kunden die ersten echten Buchungen abzuwickeln, und – hier bitte einen Tusch hindenken – Amadeus ist seit neuestem für das NDC-Level 4 der IATA zertifiziert. Als erstes GDS. Weltweit. Level 4. Als IT-Provider und als Aggregator. Wollte ich nur mal erwähnen.

Bevor ich jetzt Anekdoten der wirklich schönen Bahn-Party erzähle, sage ich lieber: FVW, wir kommen wieder!

Über den Autor

Sascha Nau ist seit 2011 bei Amadeus und mittlerweile Head of Marketing & Communication Northern, Eastern, Central & Southern Europe, Retail Travel Channels bei Amadeus. Er arbeitete nach seiner Ausbildung…
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