Nachhaltigkeit global, lokal und für die Kunden

19.07.2016  /  3 Minuten Lesezeit
Autor:
Sascha Nau

Amadeus Blog: Amadeus spart nicht nur im eigenen Haus Energie, sondern auch an Flughäfen

Vorigen Sommer war ich zum Camping-Urlaub an der Mecklenburgischen Seenplatte. Das ist mir viel lieber, als mehrere Stunden im Flieger zu sitzen, nur um dann mein Hotel mit Privatstrand zwei Wochen nicht zu verlassen. Aber das sind meine persönlichen Vorlieben. Millionen Kunden mögen es anders als ich, und das ist ja das Schöne am Reisemarkt: Alle Wünsche können bedient werden.

Auch wenn der Camping-Urlaub im eigenen Land für die Deutschen seit Ewigkeiten zu den liebsten Ferien-Beschäftigungen gehört, kann man ihm seit einigen Jahren ein neues Label verpassen: Nachhaltiges Reisen.

Das Wort Nachhaltigkeit wirkt immer wie ein ganz schöner Klotz. Das Thema ist moralisch so stark aufgeladen, dass man es zum Beispiel beim Kaffee in der Mittagspause besser nicht zur Sprache bringt. Nicht weil die Leute darüber nichts hören wollen, sondern, weil es wichtig geworden ist und es nicht reicht, im Vorbeigehen ein paar Worte darüber zu verlieren.

Lucas Bobes, Group Environmental Officer der Amadeus IT Group, hat vor einigen Wochen bei uns in Bad Homburg über Nachhaltigkeit gesprochen. Amadeus als essentieller Teil der Reisebranche ist mitverantwortlich für den großen Einfluss, den das weltweite Reisen auf Natur und Umwelt hat. Wir sind also ein Teil des Problems. Gleichzeitig stehen wir als globales Unternehmen auch in der Verantwortung, ein Teil der Lösung zu sein.

Dieser Aufgabe stellen wir uns bei Amadeus. Zum Beispiel fertigen wir schon seit Jahren Energieeffizienz-Studien für alle unsere großen Niederlassungen an. Beim Bau unseres neuen Gebäudes in Bad Homburg standen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz auf der Prioritätenliste ganz oben. Doch obwohl das wichtig ist und ganz schön Aufwand, gehört es für moderne Unternehmen mittlerweile zum guten Ton.

Viel wichtiger ist, wie wir als IT-Dienstleister unseren Kunden und den Reisenden nachhaltiges Reisen ermöglichen können. Bereits jetzt ist Amadeus hier auf dem richtigen Weg: Am Flughafen München beispielsweise läuft das Pilotprojekt für einen möglichst effizienten Flughafen, in dem alle Bereiche der Reiseabwicklung durch den Amadeus Airport Sequence Manager gesteuert werden. Das ungemein große Datenaufkommen wird per Cloud-Computing verarbeitet, was dem Flughafen eine Menge Energie spart, da er keine eigenen Server mehr betreiben muss. Außerdem kooperiert Amadeus mit der International Civil Aviation Association, um in den Ergebnislisten der GDS-Flugsuche immer möglichst genau den zu erwartenden CO2-Ausstoß für Flüge über unterschiedliche Routen angeben zu können.

Partnerschaften spielen also für Nachhaltigkeit eine große Rolle. Das gilt auch für Amadeus Germany. Damit wir immer auf dem neuesten Stand bleiben und frische Ideen ins Haus bekommen, kooperieren wir bereits seit einigen Jahren mit dem Studiengang für Nachhaltiges Tourismusmanagement an der HNE Eberswalde. In unserem jährlichen Workshop mit den Master-Studenten, die aus unterschiedlichen Disziplinen kommen, fasziniert es mich jedes Jahr aufs Neue, was für Ideen diese jungen Leute in stets dynamischen Prozessen produzieren. Dabei geht es keineswegs darum, günstige Arbeitskräfte zu bekommen oder als Praktikumsmaschine zu fungieren. Die Studierenden kommen in allen Abteilungen von Amadeus zum Einsatz und leisten echte, wertvolle Arbeit.

Dass sich das lohnt, weil nachhaltiges Reisen an Bedeutung gewinnt, steht außer Frage – wie auch die Amadeus Studie „Future Traveler Tribes 2030“ zeigt: Der Reisetypus „Ethical Traveller“ legt Wert darauf, bewusst und nachhaltig zu verreisen und zum Beispiel den CO2-Ausstoß niedrig zu halten.

Das Amadeus Motto „Let’s shape the future of travel“ bedeutet also auch: Lasst uns Reisen nachhaltiger machen. Wir arbeiten daran – gemeinsam mit der nächsten Generation.

Über den Autor

Sascha Nau ist seit Ende 2011 Head of Marketing bei Amadeus für die Regionen Deutschland, Österreich & Schweiz. Er arbeitete nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann und dem Studium der Betriebswirtschaft…
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