Muss man Touristen zur Achtsamkeit erziehen?

01.08.2018  /  1 Minute Lesezeit
Autor:
Klaus Ennen

Top of the Week: Die Isländer erfreuen sich großer Beliebtheit in der Welt. Erfrischend anders treten sie in der Öffentlichkeit auf, wie zum Beispiel mit ihrem Viking-Clap bei der Fußball-EM 2016. Auch touristisch ist die Insel im Norden überaus beliebt. In ihrer direkten und gleichzeitig netten Art rufen Sie die Touristen jetzt zu mehr Achtsamkeit beim Reisen auf. Nachahmenswert?

„Ich schwöre, ein verantwortungsvoller Tourist zu sein. Wenn ich neue Orte erkunde, hinterlasse ich sie so, wie ich sie vorgefunden habe“ … So beginnt der Isländische Schwur, zu dem Touristen am Flughafen Reykjavík aufgefordert werden. Und: Die Isländer glauben offenbar an die Symbolkraft der Tat. So muss man den Isländischen Schwur per Knopfdruck bestätigen.

Muss das wirklich sein? – fragt sich jetzt bestimmt so mancher, dem der erzieherische Charakter dieser Aktion zu weit geht. Gute Idee – machen wir jetzt auch! – denken bestimmt viele Tourismusmanager, die um das Gleichgewicht und die Schönheit ihrer Destination in Zeiten des Overtourismus fürchten.

Erziehung statt Verbotsschilder

Tatsache ist, dass heute Hotelmanager laut darüber nachdenken, Balkone zu sperren, weil ihre Gäste sich im Suff in den Tod stürzen. An den Stränden der Dominikanischen Republik kämpfen die Menschen gerade gegen meterhohe Müllberge am Strand und in den Wellen. An den Klippen von Island muss man die Reisenden vor Selfies warnen, da der Selbstdarstellungswahn jede Sicherheitsabsperrung überwindet.

Wir finden, die Isländer haben Recht. Dagegen hilft nur noch Erziehung – aber auf nette und einprägsame Art und Weise. Das zieht eher als Verbotsschilder. Nachahmer vor! Hier geht’s zum Schwur.

Über den Autor

Klaus Ennen verantwortet den Bereich Marketing Kommunikation bei Amadeus DACH & Traveltainment. Er jongliert täglich virtuos Informationen zwischen Presse, Amadeus Magazin und Newsletter, Webseite, Community, Blog und weiteren Social Media…
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