Mensch versus Computer

28.11.2017

Im direkten Vergleich schneidet unser Gehirn erstaunlich gut ab: Es ist kleiner, leichter, verbraucht viel weniger Energie und speichert enorme Mengen.

Sind Sie auch schon beim Tippen in Ihren Taschenrechner oder beim Erstellen von Excel-Tabellen vor Neid erblasst? Das könnten Sie nie, was diese Computer flugs errechnen? Vielleicht. Aber wer hätte das gedacht: Das menschliche Gehirn ist selbst dem neuen Supercomputer „Sunway“ weit überlegen. Dessen Rechenleistung liegt mit 93 Petaflops (1 Petaflop = 1 Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde; Flops = floating point operations per second) zwar über denen des Gehirns mit 10 Teraflops (1 Teraflop = 1 Billion Rechenoperationen pro Sekunde).

Nicht transportfähig

Aber: Kollege Computer verbraucht nicht nur viel mehr räumlichen Platz (Sunway rund 100 Quadratmeter) als ein Gehirn, sondern ist auch viel schwerer und mithin nicht mal eben locker mit auf Reisen zu nehmen. 100 Tonnen Übergewicht – das lässt keine Airline zu. Da sind rund 1.400 Gramm Gehirnmasse doch viel transporttauglicher. Und: Der Energiebedarf von Sunway liegt mehr als 8.200-mal höher als der eines Menschen, auch der Vergleich der erforderlichen Wattzahl (30 Watt versus 12 Megawatt) fällt zugunsten des Gehirns aus.

Enormes Speichervermögen

Nichtsdestotrotz werden Computer natürlich weiter aufgerüstet. Intel und Cray beispielsweise wollen im nächsten Jahr einen Computer mit 180 Petaflops an den Start bringen. Zum Vergleich: Unser Gehirn hat ein Speichervermögen von 2,5 Gigabyte. Das würde reichen, um den gesamten Bestand der US-Library of Congress, der größten Bücherei weltweit, aufzunehmen. Wer die intus hat und zudem Informationen noch kreativ verknüpft, kann aufs Vortrefflichste Reisen verkaufen. Auch ohne Petaflops.

Röntenblick auf MEnschenhirn und Skelett mit Computerhirn

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