ITB 2018: Aus dem Nähkästchen geplaudert

13.03.2018  /  4 Minuten Lesezeit
Autor:
Tanja Weber

Amadeus Blog: Sie konnten in den letzten Tagen viel über unsere ITB-Berichterstattung lesen. Fakt ist, wir durften dank unserer Kunden, Partner und Mitarbeiter einen sehr erfolgreichen Messe-Auftritt erleben. Und selbstverständlich ist alles nach Plan gelaufen. Denken Sie!

Denn während wir mit einem herzlichen Lächeln und einem hoffentlich immer professionellen Auftritt glänzen, spielen sich im Hintergrund manchmal kleinere oder auch größere Dramen ab. Neugierig? Dann lesen Sie weiter.

Arbeiten in der Bahn – wer tut denn so was?

Zunächst geriet ausgerechnet für unser Innovations-Team die Anreise nach Berlin eher zu einer Art Zeitreise in die Vergangenheit. Aufgrund eines Zugausfalls saß das Team nämlich in einem IC. Kein W-LAN, begrenzte Anzahl an Steckdosen und komplette Überhitzung, da sich die Heizung nicht regeln ließ. So kommt man dann doch nicht wirklich entspannt an, wenn man die letzten wichtigen Details eigentlich noch auf dem Weg zur ITB klären wollte.

Der Müll muss weg!

Das Messe-Team erschien rechtzeitig zum Aufbau am Messestand und alles schien perfekt. Aber wo waren die bestellten 120-Liter-Müllsäcke? Auch wenn wir Nachhaltigkeit am Messestand umsetzen, fällt Müll dann leider doch immer wieder an. Also wohin damit? Kreativität war gefragt, unser Hotel half aus: So gab es am Ende Tüten, die eigentlich als Wäschesäcke genutzt werden. Das Fassungsvolumen betrug zwar nur ein Zehntel der eigentlichen Säcke, aber immerhin.

Immer dieses „Kleingedruckte“

Mit den „Wäschesäcken“ im Gepäck machte sich das Organisations-Team am Mittwochmorgen hoch motiviert (um 7.45 Uhr!) auf den Weg zur Messe, da die Aussteller in den vergangenen Jahren immer um 8 Uhr Zugang zu ihrem Stand gehabt hatten. Nicht so in diesem Jahr! Das ist die Krux der Kommunikation. Die Messe öffnete dieses Jahr ihre Tore für das Publikum 30 Minuten früher, aber wir als Aussteller durften erst eine halbe Stunde später rein. Das war dann quasi schon das „Warmstehen“ der Beine für den Rest des Tages.

S-Bahnen, die nicht zur Messe fahren?

Am Freitagmorgen wiederum erschien das Organisations-Team fast eine Stunde zu spät am Messestand. Was nichts mit den geänderten Öffnungszeiten zu tun hatte, sondern einfach dem Einstieg in die falsche S-Bahn geschuldet war. Hallo? Es kann nur eine S-Bahn zur ITB geben, oder? Während also die übrigen Mitarbeiter aufgrund fehlenden Stroms untätig auf dem Stand warteten, reisten die verirrten Kollegen inklusive Lagerschlüssel für den Hauptstromschalter nach Potsdam. Die genauen Hintergründe sind noch unklar, aber die offizielle Aussage lautet: Man war in der S-Bahn derart in fachliche Gespräche vertieft, dass der Fauxpas erst auffiel, als die Kollegen die Stadt verließen und minutenlang einen Wald bestaunten, den sie auf dem Weg zur ITB noch nie gesehen hatten. Am Nikolassee war es dann jedenfalls sehr schön – wenn auch stressig.

Schließfachschlüssel Nummer 2

Während der Messe verschwand „einfach“ der Lagerschließfachschlüssel Nr. 2. Hier muss man deutlich sagen: Amadeus Mitarbeiter eignen sich nicht zum Knacken von Schlössern. Der Versuch, das Fach mit Teelöffeln zu öffnen, endete damit, dass die Löffel aussahen wie Requisiten von Uri Geller. Wie einfach so ein Schließfach tatsächlich zu öffnen ist, führte dann ein Messe-Handwerker mit einem Schraubenzieher vor. Das Schloss war danach Schrott, aber der Inhalt gesichert.

Eisgekühltes Bier

Jedes Jahr zur ITB gibt es am Amadeus Stand natürlich die Happy Hour. Damit das Bier um 17 Uhr die richtige Temperatur hat, wird es IMMER gut gekühlt für 16.30 Uhr bestellt. Dieses Jahr war jedoch jemand seiner Zeit voraus und wir erhielten die Lieferung bereits um 12 Uhr. Auch wenn uns ein kühles Helles um diese Uhrzeit sicherlich gefreut hätte – für 15 Kisten Bier war in unserem Kühlschrank keine Kapazität. Und auch bei uns heißt es schließlich: Kein Bier vor fünf. Also, husch, Bestellung zurück und an die richtige Uhrzeit erinnert. 14 Uhr – erneute Lieferung! Was genau ist der Unterschied zwischen 14 Uhr und 16.30 Uhr? Genau: 2,5 Stunden. Also 15 Bierkästen wieder zurück in die Messe-Kühlung. Die Krönung wäre dann die „Nicht-Lieferung“ um 16.30 Uhr gewesen, aber der dritte Versuch an diesem Tag war dann glücklicherweise erfolgreich.

50 Grad heißes Wasser

Tag 3 der ITB. Die Messe scheint auch für Zahnfüllungen anstrengend zu sein. Beim Frühstück im Hotel gab es somit einen „Ausfall“: Einem unserer Kollegen plumpste die Füllung aus dem Zahn. Kein Problem, so sein Kommentar. Jetzt könne er nur nichts mehr Kaltes trinken. Aber haben Sie schon mal das Gesicht eines Kellners gesehen, bei dem man 50 Grad heißes Wasser bestellt? Leider gibt es davon keine Foto-Dokumentation.

Und sonst

Gab es noch vertauschte Firmenhandys, Mäntel, Medikamente – Sie sehen, ganz so reibungslos wie es scheint, klappt es eigentlich nie. Aber das gehört dazu und macht jede Messe immer wieder zu einem neuen Erlebnis. Wäre doch langweilig, wenn man sich so gar nichts zu erzählen hätte. Ach ja, eine Sache noch: Raten Sie mal, was wir beim Abbau des Messe-Standes gefunden haben? Schließfachschlüssel Nummer 2.

Vielen Dank an all unsere Kunden, Partner, Kollegen, das Serviceteam, die Messe und allen, die dazu beigetragen haben, dass wir eine erfolgreiche Messe und viel zu erzählen hatten. Wir sehen uns!

Über den Autor

Tanja Weber ist ein richtiges "Amadeus Kind". Nach ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation bei Start Amadeus, ist sie zum Marketing Team gestoßen. Seit nun fast 10 Jahren verantwortet sie…
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