Innovationen für Max und Julia

28.03.2017  /  3 Minuten Lesezeit
Autor:
Daniel Monhof

Amadeus Blog: Wie der touristische Softwarespezialist Amadeus die Kreativität von Studenten für Innovationen nutzt und fördert.

Sie sind jung. Sie sind hochmotiviert. Und sie kennen die digitalen Bedürfnisse ihrer Altersgenossen genau. Gründe genug für Amadeus, Studenten der privaten Karlshochschule International University zum zweiten Mal einzuladen, um gemeinsam Ideen für die clevere Nutzung von Smartphones auf Reisen zu entwickeln. Im Blog erzählt Daniel Monhof aus dem Bereich Business Development bei Amadeus Germany, was ihn bei dem zweitägigen Workshop am meisten beeindruckt hat.

Ich gebe zu: Unsere Erwartungen waren diesmal hoch. Denn schon bei der ersten Zusammenarbeit mit der Karlshochschule vor einem Jahr haben wir festgestellt, wie fruchtbar dieses Engagement für Amadeus ist. 10 Studenten aus verschiedenen Studiengängen traten in zwei Teams an, um Vorschläge zu entwickeln, wie sich Amadeus beim Thema „Wie nutzen junge Leute das Smartphone auf Reisen?“ am besten positionieren kann. Am Ende lagen verschiedene Produktkonzepte auf dem Tisch. Das Ergebnis hat uns ein bisschen beruhigt, aber vor allem unsere Arbeit geschärft: Viele der Ideen, deckten sich mit Dingen, über die wir auch intern nachgedacht hatten, zusätzlich aber haben wir neue Impulse erhalten. Grund genug, nun nochmals zu einem Workshop einzuladen.

Für wen sind wir eigentlich innovativ?

Diesmal arbeitete eine Gruppe – mittlerweile auf sechs Teilnehmer geschrumpft – unter besten Bedingungen: Für zwei volle Tage hatten wir in unsere Räumlichkeiten nach Bad Homburg eingeladen. Die grundsätzliche Fragestellung war dieselbe: Wie kann Amadeus (junge) Reisende mit mobilen Lösungen unterstützen? Angelehnt an das Vorgehen aus dem Design Thinking haben wir uns intensiv damit beschäftigt, welches Problem wir eigentlich für wen lösen möchten. Am Anfang stand deshalb die Auseinandersetzung mit den Reisenden selbst, und wir erschufen zwei fiktive Charaktere, im Design Thinking Personas genannt: Max und Julia, zwei typische Reisende in ihren 20ern, die mit Attributen wie Bildung und Lebenssituation, Vorlieben, Charaktereigenschaften ausgestattet wurden. Ihnen das Reisen zu erleichtern, sollte fortan unser Ziel sein. Immer unter der Prämisse, dass wir bewusst auf die spezifischen Stärken von mobilen Endgeräten setzen: hier, jetzt und personalisiert.

Quantität zählt – im ersten Schritt

Deshalb haben die Studenten gemeinsam mit Amadeus Kollegen im nächsten Schritt möglichst viele Ideen entwickelt – ganz ohne sich darum zu kümmern, was davon wie umsetzbar wäre. (Ein häufiger Fehler in Kreativprozessen ist, Dinge zu schnell zu zerreden. Jeder, der Sätze wie „Gute Idee, aber…“, oder „Das haben wir doch vor X Jahren schon mal probiert…“ kennt, weiß, wovon ich spreche.) Wichtig war also für alle Ideen zunächst nur, dass es sich aus Sicht von Max und Julia um wünschenswerte Funktionen handelt.

Anschließend sind wir tiefer in die Diskussion eingestiegen und haben überlegt, welche Funktionen wirklich einen Mehrwert bieten. Ein weiteres Prinzip des Design Thinkings heißt: kill your darlings. Dabei geht es darum, sich von besonders lieb gewonnenen Ideen zu verabschieden. Egal, wie gut ich meine Idee finde, nur wenn sie für die Zielgruppe einen Nutzen hat, wird sie beibehalten. Die ursprünglichen Ideen haben sich dadurch teilweise deutlich verändert. Unterstützt von einem erfahrenen UX-Designer (UX= User Experience, das Nutzer-Erlebnis) wurden dann die drei besten Ideen noch während des Workshops in Clickdummys umgesetzt. So konnte gleich getestet werden, wie sich das Ergebnis anfühlen könnte und ob die Idee es wert ist, weiter verfolgt zu werden.

Zu den konkreten Ergebnissen und Click Dummys kann ich heute nur wenig sagen – das ist noch geheim ;). Nur so viel: Wir wollen während der Reise Urlauber unterstützen, individuellere Erlebnisse zu finden.  Und vielleicht findet sich dies demnächst in einer der Amadeus Apps wieder. Sie dürfen also gespannt sein.

Als Bilanz der zwei Tage aber haben meine Kollegen und ich erfreut festgestellt,  dass hier kompetente junge Menschen mit cleveren Ideen nur darauf warten, ihre Kreativität mit Unternehmen zu teilen. Wir waren sehr beeindruckt, mit welchem Spaß und welchem Engagement die Studenten bei der Sache waren. Im Gegenzug haben sie einen Einblick in die Reisebranche bekommen, erfahren, wie Design Thinking funktioniert und erlebt, an welchen Themen Amadeus rund um das Thema „Mobile“ arbeitet. Dabei haben wir die ganze Zeit gespürt, dass es die Teilnehmer extrem motiviert, nicht nur im leeren Kämmerlein Theorie zu pauken, sondern hier ganz konkret an Lösungen für die Industrie mitzuarbeiten. Unsere hohen Erwartungen wurden also voll erfüllt und eine Fortsetzung ist nicht ausgeschlossen.

Über den Autor

Daniel Monhof ist im Bereich Business Development bei Amadeus Germany seit Mitte 2015 auf der Spur interessanter Zukunftsperspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten, die weit über den reinen GDS-Horizont hinausgehen. Sein sportliches Hobby,…
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