In der Welt zuhause

05.10.2017  /  2 Minuten Lesezeit
Autor:
Daniel Monhof

Amadeus Blog: Zwei Wochen auf einem Schiff mit 250 Digitalen Nomaden – ein Amadeus Mitarbeiter berichtet, was Unternehmen von diesem Arbeits- und Lebenstypus erwarten, aber auch lernen können.

Digitale Nomaden sind von Angesicht zu Angesicht schwer zu erwischen. Sie arbeiten ortsungebunden, können heute hier und morgen dort sein. Gleichzeitig sind diese bekennenden Vielreisenden höchst technik- und internetaffin. Grund genug für einen IT-Dienstleister der Touristik, sich mit dieser Gruppe näher auseinanderzusetzen. Und die Gelegenheit, rund 250 Digitale Nomaden quasi „unter die Lupe“ nehmen zu können, ohne Chance wegzulaufen, ergibt sich auf einem Kreuzfahrtschiff mitten auf dem Atlantik.

Nomad Cruise“ nennt sich die Aktion, die seit dem Jahr 2015 zweimal im Jahr die Möglichkeit bietet, zwei Wochen lang unter Gleichgesinnten Workshops, Diskussionsrunden und Konferenzen rund um das Thema zu besuchen, zu netzwerken – und natürlich Spaß zu haben. Für Amadeus begleite ich die Reise von Gran Canaria nach Panama, um möglichst viel von den Teilnehmern zu lernen: Wie nutzen sie Laptops und Smartphones, um Reisen zu buchen oder das Ziel kennen zu lernen? Welche Apps helfen bei der Organisation des Lebens in verschiedenen Ländern und Regionen? Was sind ihre täglichen Herausforderungen an die Technik und die Infrastruktur? Welche Meinung haben sie zu neuen technischen Möglichkeiten durch Sprachassistenten, künstliche Intelligenz, Big Data oder virtuelle Realität?

Pioniere eines zukünftigen Lebensmodells?

Die Digitalen Nomaden gelten als Pioniere eines Lebensstils, der zukünftig unsere Arbeitswelt immer mehr prägen könnte. Auch wenn es nicht jeden an exotische Strände und einsame Bergseen zieht (Hauptsache, W-Lan ist vorhanden!), stehen flexiblere Arbeitszeiten und -orte bei vielen Arbeitnehmern ganz oben auf der Wunschliste an potenzielle Arbeitgeber. Was kann ein internationales Unternehmen wie Amadeus für die Zusammenarbeit von Menschen, die am selben Projekt arbeiten, sich aber nicht am selben Ort, nicht einmal zwangsläufig auf demselben Kontinent aufhalten, von Digitalen Nomaden lernen? Und wie kann Amadeus mit kluger Technik unterstützen, damit die häufig hochkreativen, -motivierten und qualifizierten Arbeitskräfte mit suchenden Unternehmen bestmöglich zusammenarbeiten?

An Bord ist eine bunte Mischung

Antworten auf diese Fragen werde ich bestimmt in den nächsten zwei Wochen erhalten – und hoffentlich noch eine Menge Anregungen und Ideen dazu. Gestartet sind wir am 25. September im Hafen von Las Palmas de Gran Canaria. Mein erster Eindruck: Die Teilnehmer sind eine sehr bunte Mischung, was Alter, Tätigkeit und Lifestyle angeht, vom selbstständigen App-Entwickler über Blogger bis zum Ingenieur ist alles dabei. Das Durchschnittsalter ist mit gefühlt leicht über 30 etwas höher als ich erwartet hatte. Alle wirken sehr offen und interessiert am Austausch und der Begegnung – auch die Workshops, die ich zu den Themen  „The Future of Work – How to connect Digital Nomads with Traditional Corporations“ und „Innovation in Technology for Travel – a Think Tank“ anbieten werde, sind schon gut gebucht.

Auf Facebook werde ich in den kommenden Wochen regelmäßig von meinen Eindrücken und Erkenntnissen berichten – wenn das WLAN mitspielt, denn eine gute Internetverbindung ist auf einem Schiff mitten im nirgendwo nicht selbstverständlich und „Digital Detox“ ist explizit Teil der Reise.

Über den Autor

Daniel Monhof ist im Bereich Business Development bei Amadeus Germany seit Mitte 2015 auf der Spur interessanter Zukunftsperspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten, die weit über den reinen GDS-Horizont hinausgehen. Sein sportliches Hobby,…
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