Ich bin dann mal OUT

03.11.2016  /  3 Minuten Lesezeit
Autor:
Klaus Ennen

Amadeus Blog: Eine neue Dimension mit virtuellen, vernetzten Elementen schiebt sich in unser Leben: das Outernet. Klaus Ennen auf dem Weg zum Bundesliga-Meister.

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie wie ich noch keine Pokémons gefangen haben und Ihren Kaffee noch selbst kaufen, statt die Bestellung Ihrem bestens vernetzten Kaffeevollautomaten zu überlassen. Das Leben funktioniert auch auf die alte Weise immer noch ganz wunderbar.

Aber faszinierend ist die Vorstellung des so genannten Outernets schon: Die Augmented Reality integriert virtuelle Elemente in meine Lebenswirklichkeit. Es schiebt sich also eine neue Dimension in mein Leben, die Dinge sind nicht mehr einfach nur physische Dinge, sondern erhalten über Verlinkungen, Suchfunktionen, Personalisierung und Interaktion eine virtuelle Dimension. So die Definition.

Nehmen wir als Beispiel die Bundesliga-App Kickbase. So könnte ich echte Fußball-Bundesliga spielen! Jedenfalls fast. Über die App kann ich mit Freunden eine eigene Liga gründen und, genau wie meine Mitspieler, ein virtuelles Budget verwalten. Damit stellt jeder seine Traum-Elf zusammen. Die Einkaufspreise kommen aus dem tatsächlichen aktuellen Transfer-Markt. Und dank Bundesliga-Lizenz stehen die Original-Spielernamen, Bilder und Club-Logos zur Verfügung. Der Spielplan ist auch echt – und der Clou: Während des echten Bundesliga-Spiels erhalte ich (wie alle anderen User auch) im Sekundentakt für jede Aktion meiner Spieler wie Dribblings, Pässe oder Fouls Live-Punkte – positive und negative. Der Marktwert meiner Spieler und das Ranking innerhalb der eigenen Liga verändern sich entsprechend. Kurz: Die App schaltet eine Verbindung zwischen dem realen Geschehen in der Bundesliga und unserem virtuellen Spiel.

Ich muss haushalten und will mir den Neuer erst mal nicht leisten – ich stelle Lukas Hradecky von der Eintracht ins Tor. Aber der teure Mats Hummels soll als Abwehrspieler rein, den muss ich unbedingt einkaufen, bevor die anderen zuschlagen. Besser mal hinten dicht machen. Den Höhenflug des Kölners Anthony Modeste nutze ich. Der wird mein Stürmer! Und wehe, es kriegt einer der Meinen die rote Karte – dann ist der Spieltag wohl gelaufen.

Wie sieht es mit solchen eingespielten Echtzeit-Dimensionen für touristische Anwendungen aus? Mir fallen Travel Apps wie die von Amadeus ein, die ständig Reisedaten aktualisieren. Ob Flugzeitenänderungen oder das Angebot, einen Parkplatz am Flughafen zu buchen. Und Mixed-Reality-Anwendungen wie die Microsoft HoloLens.

Und mir fallen digitale Reiseführer ein, die immer stärker interagieren könnten. Wie wäre es zum Beispiel mit Paris: Wenn ich mir im Reiseführer die Beschreibung des Louvre anschaue, möchte ich dort auf einen Web-Cam-Link klicken, die die Warteschlange im Blick hat, oder ich sehe gleich die Echtzeit-Information, dass ich 40 Minuten warten muss. Und so könnte es weitergehen: Dank meines hinterlegten Profils – ich bin nicht unbedingt die Geduld in Person – schlägt mir der Reiseführer ein alternatives Tagesprogramm vor. Die Louvre-Karten reserviert er mir für den nächsten Tag für den Zeitraum, in dem Regen gemeldet ist. Wenn ich jetzt in zehn Minuten die U-Bahn um die nächste Ecke nehme bis zum Centre Pompidou – die Reiseführer-App navigiert mich per Sprachsteuerung –, kann ich mir dort Performances des Herbst-Festivals anschauen. Mache ich! Und bin laut App um 17 Uhr wieder im Hotel. Rechtzeitig zum reservierten Dinner im Geheimtipp-Restaurant.

Aber Paris verschiebe ich – drücken Sie mir doch bitte erst mal die Daumen, dass Modeste jetzt beim nächsten Köln-Spiel saubere Pässe spielt oder sogar noch ein Tor schießt. Das bringt mir ordentlich Punkte! Und ich will schließlich den Meistertitel holen.

Über den Autor

Klaus Ennen verantwortet den Bereich Marketing Kommunikation bei Amadeus DACH & Traveltainment. Er jongliert täglich virtuos Informationen zwischen Presse, Amadeus Magazin und Newsletter, Webseite, Community, Blog und weiteren Social Media…
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