Helfende Hände buchbar machen – wir arbeiten daran

13.12.2016  /  2 Minuten Lesezeit
Autor:
Daniel Monhof

Amadeus Blog: Wie aufregend es sich anfühlt, drei Wochen lang als Startup zu arbeiten, erlebte Daniel Monhof aus dem Bereich Amadeus Business Development im Sommer an der European Innovation Academy. Dort entstand das Startup TravelHands, das Urlauber an Hilfsprojekte im Urlaubsland vermittelt.

Ist es möglich, in drei Wochen eine Geschäftsidee vom bloßen Gedankenspiel bis zum Markteintritt umzusetzen? Jawohl, das geht – und wir sind gerade dabei, ein Amadeus Projekt daraus zu machen.

Angefangen hat alles während der European Innovation Academy, kurz EIA, in Nizza im vergangenen Sommer. Amadeus unterstützt diese gemeinnützige Bildungseinrichtung als Sponsor seit mehreren Jahren nicht nur finanziell, sondern auch mit Mentoren-Know-how, und entsandte gleich drei Teams à fünf Personen. Kolleginnen und Kollegen aus Nizza, Boston, Bangalore und Madrid haben gemeinsam mit mir das dreiwöchige Programm durchlaufen. Die ganzen drei Wochen lang waren wir komplett raus aus dem Amadeus Alltag und konnten uns vollständig unserer Idee widmen, begleitet von ausgewiesenen Experten.

 Von der Idee zum Mini-Unternehmen

Die Idee, an der wir nachmittags (und teilweise bis in die Nacht) gearbeitet haben, trägt den Namen TravelHands: Wir bieten wohltätigen Hilfsorganisationen (NGOs) eine Möglichkeit, Zugang zu einem ganz neuen Typ von Helfern zu bekommen – nämlich zu Reisenden, die während ihres Urlaubs ein paar Stunden den Menschen in ihrem Urlaubsland helfen wollen. Dabei ist uns wichtig, dass es nur um solche Tätigkeiten geht, die nicht von lokalen Kräften übernommen werden können, beispielsweise weil die Fähigkeiten fehlen oder kurzzeitig besonders viele helfende Hände benötigt werden. Ausschlaggebend ist der Bedarf der NGOs an solchen Helfern.

Am Ende des dreiwöchigen Workshops stand tatsächlich ein kleines Unternehmen mit ersten Kunden. Mehr als 100 Menschen hatten sich auf unserer Landingpage registriert, auf Facebook hatten wir es auf mehr als 250 „Likes“ gebracht. Wir konnten drei Nicht-Regierungs-Organisationen in Delhi, Nizza und Lesbos als Partner gewinnen, und fünf Urlauber hatten, inspiriert von TravelHands, schon erste Unterstützung in Nizza geleistet. Sowohl von den Mentoren an der Akademie als auch bei einer Amadeus-internen Präsentation im Anschluss bekamen wir durchweg positive Reaktionen und wurden ermutigt, diese Idee weiterzuführen.

Deswegen geht die TravelHands-Geschichte weiter. Innerhalb der drei EIA-Wochen haben wir gearbeitet, als wären wir ein Startup. Unsere Herausforderung ist es nun, die Idee so umzugestalten, dass sie als Amadeus Projekt umgesetzt werden kann. Daran arbeiten wir derzeit.

Für mich selbst habe ich aus diesen drei Wochen mitgenommen, wie wir noch schneller in der Entwicklung neuer Ideen und Prototypen werden können, unsere Kunden noch intensiver einbinden und mutiger neue Methoden ausprobieren. Dabei nehmen wir in Kauf, auch mal Fehler zu machen. So gesehen, hat TravelHands auch mir schon geholfen.

Über den Autor

Daniel Monhof ist im Bereich Business Development bei Amadeus Germany seit Mitte 2015 auf der Spur interessanter Zukunftsperspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten, die weit über den reinen GDS-Horizont hinausgehen. Sein sportliches Hobby,…
Mehr über den Autor

Schreiben Sie einen Kommentar