Hanna, 17: Warum ich immer zur Gamescom muss

31.08.2017  /  3 Minuten Lesezeit
Autor:
Hanna Grether

Amadeus Blog: Heute schreibt Hanna als Gast-Autorin. Die 17-Jährige war auf der Messe Gamescom in Köln. Denn sie spielt leidenschaftlich gerne Computerspiele. Aber es hat noch andere Gründe, weswegen Hanna nach Köln gereist ist. Sie besucht die Humboldtschule in Bad Homburg und baut im nächsten Jahr ihr Abi. Dann will sie Wirtschaftsinformatik oder Informatik studieren. Die Gamescom hält für junge Menschen Informationsangebote parat. Am vergangenen Samstag ist die Messe zu Ende gegangen.

Das hat Spaß gemacht. Ich habe gezockt, berühmte Gamer getroffen und neue Spiele kennen gelernt. Witz und Farbe haben die Cosplayer in die Messe gebracht. Das sind Leute, die sich wie ihre Videospielhelden verkleiden. Die Gamescom 2017 war von Mittwoch, den 23.08. bis Samstag, den 26.08. geöffnet – und ich zum dritten Mal dabei.

Ein Ort für verrückte Nerds

Die Gamescom ist ein Ort, an dem sich verrückte Nerds treffen und an dem man – ab einem gewissen Zeitpunkt – nichts mehr als unnormal empfindet, weil an jeder Ecke eine neue Kuriosität wartet. Spaß gemacht hat es mir umso mehr – das Abtauchen in virtuelle Welten für einen Tag in Köln.

Für die Sicherheit auf der Gamescom wurde definitiv gut gesorgt. Taschen wurden gründlich durchsucht und Ausweise kontrolliert, um altersentsprechende Armbändchen zu erhalten. Denn die meisten Spiele haben Altersbeschränkungen. Lange Wartezeiten an den Eingängen der Messe und an den einzelnen Ständen waren nicht zu vermeiden. Ich hätte beispielsweise mehrere Stunden warten können, um ein einziges Spiel für vielleicht 15 Minuten spielen zu können.

Nicht angestellt, sondern mich treiben lassen

Dazu hätte ich außerdem die dauerhaft stickige und warme Luft und das Gedränge innerhalb der Hallen ertragen müssen. Deswegen habe ich mich fast nirgendwo angestellt, sondern mich treiben lassen. Dabei habe ich in den Gängen trotzdem viele spaßige Leute getroffen.

Dementsprechend nutzte ich den Samstag, um hauptsächlich Shows anzuschauen und Kontakt zu Firmen herzustellen. Die Gamescom hatte nämlich dieses Jahr wieder einen sehr großen Karrierebereich. Hier werden unter anderem Studiengänge wie Game Design oder Wirtschaftsinformatik vorgestellt.

Mit Studenten gesprochen

Gerade als junger Mensch, der bald das Abitur abschließt, ist dieser Bereich besonders hilfreich, da man direkten Kontakt zu Firmen und Hochschulen aufbauen kann. Zudem hatte ich wirklich gute Gespräche mit Absolventen und Studierenden und konnte mich herantasten, für welche Studiengänge ich geeignet bin und wo ich später auch vielleicht einen spannenden Beruf haben werde.

Natürlich gab es auch dieses Jahr viele Innovationen, die vorgestellt wurden. Besonders beeindruckt hat mich hier ein Flugsimulator, dessen Sessel sich beim Lenken mitbewegt. Kurios ist auch ein Full-Body 3D-Scanner, der den ganzen Körper einscannt und daraus eine kleine Figur druckt.

80 Euro: Ein 3-D-Modell des eigenen Körpers

Möchte man ein zehn Zentimeter großes Miniaturmodell von einem selbst, bezahlt man hierfür 80 Euro. Ein relativ teurer Spaß, doch haben diese Möglichkeit auch viele Cosplayer genutzt, um ihre einzigartigen Kostüme für immer festzuhalten.

3-D-Spiele auf dem Schirm – ohne Brille

Interessant auch, wie viele Spiele inzwischen ohne Brille auf 3-D-Monitoren gespielt werden können. Ich habe mir das erklären lassen. Eine in der Spiele-Konsole eingebaute Kamera erkennt die Position der Augen. Damit bekommt jedes Auge nur das für links oder rechts bestimmte Bild zu sehen. Ich bin mal gespannt, ob es bald solche 3-D-Fernseher für Daheim zu kaufen gibt.

Hohe Preisgelder für Cosplayer

Gerade für Cosplayer war die Gamescom auch dieses Jahr wieder ein Paradies. Unzählige Cosplayer liefen durch die Hallen mit z.B. großen Schwertern, Laserwaffen, Lichtern, Engelsflügeln in jeglicher Ausführung. Eindrucksvoll waren viele dieser Kostüme. Auch gab es wieder Cosplay Contests, bei denen es um hohe Preisgelder ging. Das Geld haben die Spiele-Hersteller gestiftet.

Selfies mit berühmten „Let’s Playern“

Oft habe ich mitbekommen, dass Leute angestanden haben, um ein Selfie mit ihrem Videospielhelden zu ergattern. Kennt Ihr „Let’s Player“? Das sind YouTube-Stars mit mehreren Millionen Followern. Sie spielen ihre Lieblingsspiele und die Follower schauen zu. In Köln hat man die Chance, den Let‘s Palyern“ live beim Spielen zuzuschauen. Die Spiele sind dabei weniger entscheidend als die Kommentare und die Mimik der „Let’s Player“. Vor Ort waren Gronkh, PietSmiet und Kedos. Das hat mich interessiert. Deswegen empfand ich es fast schon schockierend, wie lange die Schlange war der Gamescom-Besucher, die von Gronkh ein Autogramm oder ein Selfie mit ihm wollten. Die Schlange bei ihm war noch länger als die vor den wohl gehyptesten Spielen, wie Uncharted oder Assassins Creed.

Ich habe die Atmosphäre in Köln sehr genossen. Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei. Dann studiere ich vielleicht schon.

Über den Autor

Hanna ist ein echter Digital Native. Sie ist am 30.12.1999 geboren und kann die Idee nicht ausstehen, irgendwo kein W-Lan zu haben. Urlaube müssen danach ausgesucht werden. Nächstes Jahr baut…
Mehr über den Autor

Schreiben Sie einen Kommentar