Hallo, 2018!

03.01.2018  /  2 Minuten Lesezeit
Autor:
Beate Zwermann

Amadeus Blog: Viele Menschen lieben es, einen Schlussstrich unter das alte Jahr zu ziehen. Man schaut zurück, zieht Bilanz und hakt Dinge ab. Die Zwillingsschwester vom Schlussstrich ist der Neustart. Alle Jahre wieder nehmen wir uns gehörig etwas vor – und doch kommt nach wenigen Tagen vieles, was uns im alten Jahr begleitet hat, wieder zum Vorschein.

Wenn ich das richtig sehe, ist der Schreibtisch der Mitstreiter in der Reisebranche auch im Jahr 2018 richtig voll, und die Themen sind fast alle die alten: das neue Reiserecht ab 1. Juli, die EU-Datenschutzgrundverordnung, die Folgen der Airline- und Veranstalter-Insolvenzen, die Digitalisierung, Terror, Trump und Brexit. Da ist es nur ein kleiner Trost, wenn man schon mal festhält, dass zumindest die ersten zwei Themen am Jahresende 2018 wohl vom Tisch sein werden.

Wenn wir uns nun zusätzlich Sorgen machen wollen, dann schauen wir auf die Prognosen der Naturwissenschaftler für das kommende Jahr. Die Natur könnte dem Tourismus richtig die Laune verderben. Weil die Erde seit einigen Jahren minimal langsamer rotiert als sonst, erwarten Wissenschaftler zweier US-Universitäten aufgrund statistischer Auswertungen für das Jahr 2018 mehr als 20 sehr starke Erdbeben. In Europa könnten davon besonders Griechenland, die Türkei und Zypern bedroht sein, weltweit alle Orte rund um den Äquator. Auch vor Deutschland machen die Erdbebenwarnungen seit Jahren nicht halt: Bis zu einer Stärke von sechs auf der Richterskala könnte es in der Niederrheinische Bucht und auf der Schwäbischen Alb kommen.

Ebenfalls ein Spaßverderber könnte die Politik sein. Hoffen wir als erstes, dass die Olympischen Winterspiele in Südkorea ohne weitere Störung des regionalen Gleichgewichts stattfinden – die Äußerungen aus Nordkorea zum Jahreswechsel machen da gute Hoffnung. Ebenfalls wichtig ist es, dass Donald Trump nicht noch mehr Städte ins Chaos stürzt wie vor einigen Wochen Jerusalem. Weiterhin bleibt abzuwarten, welche Folgen der Wahlsieg der Separatisten in Katalonien auf Spanien haben wird. Zieht das Baskenland nach? Und wie wirkt sich das Ende des Islamischen Staats aus? Glaubt man der Medienberichterstattung, so hat der IS kein Territorium mehr. Wo sind die Kämpfer geblieben? Schließlich steht in diesem Jahr eine Fußballweltmeisterschaft an. Russland ist Gastgeber, geht aber gleichzeitig durch Militäraktionen auf einen Konfrontationskurs. (An dieser Stelle ein Buchtipp für alle, die noch mehr Sorgenfalten haben wollen: „Die Welt im Jahr 2035, gesehen von der CIA – Das Paradox des Fortschritts“.)

Immer, wenn ich Nachrichten schaue, muss ich an die Studie „What If?“denken, die Amadeus 2017 herausgegeben hat und die vier politische Szenarien und deren Auswirkungen auf das Reisen beschreibt. Manchmal scheinen mir die pessimistischen Szenarien realitätsnäher, manchmal die optimistischen. Die Branche bleibt derweil demonstrativ optimistisch: Menschen werden immer reisen, ob geschäftlich oder privat, heißt es, und das Reisevolumen werde nicht sinken, sondern steigen. Es gibt in der Tat viele Prognosen namhafter Organisationen, darunter der IATA, die diesen Optimismus untermauern.

Es sieht so aus, als ginge der Branche auch 2018 die Kundschaft nicht aus. Es könnte nur schwieriger werden, sie zu bedienen. Setzen wir darauf, dass die neuen digitalen Services von Technikanbietern wie Amadeus die Schwierigkeiten wettmachen.

In diesem Sinne: Hallo, 2018! Viel Erfolg.

Über den Autor

Beate Zwermann ist seit 2007 als externe Pressesprecherin für Amadeus Germany, die Amadeus IT Group Madrid und seit 2013 auch für Traveltainment unterwegs. Die gelernte Journalistin bringt es auf 25…
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