Digitaler Advent und analoge Weihnachtskarten

01.12.2017  /  2 Minuten Lesezeit
Autor:
Bettina Gregel

Amadeus Blog: Wir haben die Digitalisierung in diesem Jahr oft thematisiert. Aber wissen Sie eigentlich, wie digital der Advent und Weihnachten mittlerweile sind?

Der eine skypt ganz selbstverständlich am Heiligen Abend mit Verwandten in den USA, die vor einem prasselnden Kaminfeuer sitzen. Allerdings einem digitalen auf dem Fernsehbildschirm. Die andere sagt „Alexa, spiel meine Weihnachtsplaylist“. Und wir alle bestellen wohl mittlerweile auch Geschenke online und verfolgen zitternd im Tracker, ob sie rechtzeitig ankommen. Bei einigen kocht sogar schon der Thermomix das Weihnachtsmenü.

Die Weihnachtszeit ist digital geworden. Ist das schlimm? Ich denke nicht. Denn viele Entwicklungen des digitalen Zeitalters steigern die Lebensqualität durch Zeitersparnis. Ich finde es genial, Alexa mit vom Plätzchenteig verschmierten Händen zu fragen, ob es an Weihnachten schneit. (Das frage ich dann natürlich mindestens dreimal täglich.)

Digital trifft analog. Na und?

Ich genieße viele dieser digitalen Errungenschaften, die mir das Leben erleichtern. Aber wissen Sie was? Die werden nie die kleinen und großen zwischenmenschlichen Begegnungen des täglichen Lebens ersetzen können. Sei es, dass mich Omis im Supermarkt bitten, ihnen am Leergut-Automaten zu helfen oder ich einem Rollstuhlfahrer den Lachs aus dem obersten Regal fische. Oder meiner komplett analogen Mutter das digitale Fernsehen einrichte. Und kein digitaler Drucker der Welt wird meine Weihnachtsplätzchen so wunderbar schräg hinkriegen wie ich selbst. Denn die habe ich mit sentimentalen Weihnachtsliedern, Grinsen und Mehl im Gesicht selbst kreiert. DAS kann kein Drucker!

Die Welt dreht sich weiter und auch schneller. Und wir alle werden uns in irgendeiner Art und Weise den neuen Herausforderungen stellen müssen. Ob wir nun wollen oder nicht. Leichter geht es, wenn wir dem offen und auch mit einer gewissen Neugier begegnen. Wenn man lernt, damit positiv umzugehen und es für sich zu nutzen. Und sich die Freiheit nimmt, einfach auch mal digital „off“ zu sein. Wenn man den Mut hat, mit Stolz und ohne Photoshop nicht nur sich selbst, sondern auch die missratenen Plätzchen auf Instagram zu posten. Es braucht dazu einfach ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein, an Leichtigkeit und Lebensfreude. Und die positive Resonanz in den sozialen Medien auf genau diese menschliche „Nicht-Perfektheit“ ist oft die Größte.

Ich weiß nicht, zu welcher Kategorie Sie gehören – „Weihnachtsflüchtling“ oder „Weinnachts-Romantiker“ (dazwischen gibt es, glaube ich, nichts). Ich für meinen Teil werde die kommende Adventszeit sowohl digital als auch analog gestalten. Mit Alexa, Skype, Instagram, Online-Bestellungen und dem Amadeus Adventskalender. Und mit meiner Weihnachtsgirlande am Treppengeländer, schrägen aber leckeren Plätzchen, dem Klavierspiel meiner Tochter, liebevoll eingepackten Geschenken und selbst gestalteten Weihnachtskarten.

Ich wünsche Ihnen eine stimmungsvolle, innehaltende und fröhliche Adventszeit – egal, ob digital oder analog. Sie entscheiden…

PS: Lust auf Geschenke? Hier geht’s zum Adventskalender in der Amadeus Community.

Über den Autor

Bettina Gregel ist bei Amadeus Germany für Social Media Marketing zuständig und betreut neben der Amadeus Community und dem Blog auch alle anderen Social Media Kanäle. In dieser Funktion springt…
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