Digital Camp, zweite Runde

24.04.2019  /  3 Minuten Lesezeit
Autor:
Peter L. Tomes

Amadeus Blog: Versprochen ist versprochen – nach der erfolgreichen Erstauflage im Vorjahr legen die Stadt Bad Homburg und Amadeus auch 2019 ein Digital Summer Camp für Schülerinnen und Schüler auf. Die Generalprobe in den Osterferien lief prima, berichtet Campchef Peter Tomes.

Es muss schon etwas Spannendes passieren, damit Schülerinnen und Schüler sich in den ersehnten Ferien gleich auf die nächste Schulbank setzen. Das Digital Summer Camp, das Amadeus 2018 gemeinsam mit der Stadt Bad Homburg auflegte, hat diese Bedingung erfüllt. Es lief so erfolgreich, dass Oberbürgermeister Alexander Hetjes und Monika Wiederhold, Vorsitzende der Geschäftsführung in Bad Homburg, noch während der Abschlusspräsentation eine zweite Auflage für Schülerinnen und Schüler aus dem Raum Bad Homburg ankündigten. Das neue Digital Summer Camp ist für 1. bis 5. Juli 2019 geplant, erneut in enger Kooperation mit der Stadt.

IT-Expertise ist gefragt

Ziel ist es auch diesmal, junge Leute für die IT im allgemeinen und für Travel Technology im Besonderen zu begeistern. Denn in Deutschland ist gegenwärtig ein Pioniergeist für digitale Bildung spürbar, die grundlegende Fertigkeiten für die soziale Interaktion vermittelt – allerdings fehlt den Schulen oft die IT-Expertise, ganz zu schweigen von moderner technischer Ausrüstung. Daher möchte Amadeus im Rahmen der lokalen sozialen Verantwortung zur digitalen Bildung der jungen Leute beitragen.

Unser Erfolg lässt sich schon daran erkennen, dass sich einige der Teilnehmer 2018 um ein Schülerpraktikum beworben haben. Das heißt: Sie hatten Spaß – und wir pflegen den Kontakt zu talentierten jungen Leuten, die wir möglicherweise über Studienpraktika begleiten können, bis sie eines Tages bei uns arbeiten.

Von der Website-Programmierung bis zum Collaboration Game

Das führen wir 2019 gerne fort. Vorher aber: Generalprobe. Die lief in der vorigen Woche, der ersten Woche der hessischen Osterferien. Die elf Jungen und sechs Mädchen im Alter von elf bis 17 Jahren waren hauptsächlich Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit den Erfahrungen des Vorjahrs konnten wir natürlich viel lockerer an die Sache herangehen. Wir haben nur Details am Vorjahreskonzept geändert und die Kinder durch insgesamt drei Themenblöcke geführt: Sie haben eine Website programmiert, eine Digital Camp Story geschrieben und gedreht und spielerisch die Prinzipien agilen Arbeitens vermittelt bekommen („Collaboration Game“). Für den Sommer ist übrigens zusätzlich ein Hardware-Tag geplant, an dem ein Computer zum Laufen gebracht werden soll.

Die Ergebnisse waren, wie schon im Vorjahr, beeindruckend. Man könnte meinen, Digital Natives seien mit Programmieraufgaben kaum hinter der Spielkonsole hervorzulocken – weit gefehlt: „Es war toll, so viel über Programmierung zu lernen. Das ist etwas, was wir in der Schule nicht lernen. Ich denke aber, Digitalisierung wird auch in Zukunft ein wichtiges Thema sein, daher wollte ich am Camp teilnehmen“, sagte der 14-jährige Allan zum Abschluss. Und die elfjährige Mia: „Es war total interessant, so viele Hintergrundinformationen zur Website-Programmierung zu bekommen. Man sieht gar nicht, wieviel Aufwand hinter so einer Website steht, das weiß ich jetzt. Es hat mir auch total Spaß gemacht, zu lernen, wie man Videos mit iMovie schneidet.“

Mit Feuereifer dabei

Ganz klar: Die systematische Einführung ins Programmieren und digitale Filmproduzieren, die sofortige praktische Umsetzung des Gelernten und die Präsentation vor aufmerksamem Publikum (den Eltern) brachten einen Feuereifer hervor, der uns begeistert und erneut zu der Folgerung führt: Digitale Grundlagen gehören unbedingt auf die Lehrpläne der Schulen. Und zwar in allen Altersstufen, für beide Geschlechter und mit möglichst hohem Praxisanteil – das legt unsere Teilnehmerbefragung eindeutig nahe.

Für uns, die ehrenamtlichen Organisatoren und Ausrichter, war das Digital Easter Camp erneut erfrischend und befriedigend. Mit den Erfahrungen der Generalprobe im Rücken freuen wir uns sehr auf das Digital Summer Camp 2019. Und das ist, Stand heute, mit 17 Anmeldungen bereits ausgebucht.

Über den Autor

Peter L. Tomes war seit 1972 in der Reiseindustrie tätig und bis Juli 2017 bei Amadeus Germany als Head of Provider & Corporate Solutions beschäftigt. In seinem 43-jährigen Berufsleben hat…
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