Die Top 10 Statistik Online- und Offline-Vertrieb

02.03.2018  /  3 Minuten Lesezeit

Traveltainment Market Analytics: Die Top 10 Statistik 2017 zeigt die Entwicklung der Reisebuchungen für den Online-Vertrieb und die stationären Reisebüros. Sie sehen hier die Ergebnisse für Deutschland und Österreich in Infografiken.

Die unterschiedlichen Vorlieben und Verhaltensweisen, die deutsche Reisende im stationären Reisebüro und auf Online-Reiseportalen zeigen, sind auch im Jahr 2017 ausgeprägt geblieben. Das ergibt die Jahresauswertung der Flug-Pauschalreisen des Online-Vertriebs und der stationären Reisebüros. Deutlichste Veränderung im Vergleich zu 2016: In beiden Vertriebskanälen, insbesondere aber online, werden mehr Buchungen mit höheren Reisepreisen verzeichnet.

 

Ein Auszug der Ergebnisse:

Palma, Antalya und Hurghada waren 2017 online wie stationär die beliebtesten Urlaubsziele. Gab es 2016 noch Unterschiede in der Reihenfolge, so war 2017 die Top 10 in beiden Vertriebskanälen fast identisch – nur auf Platz 9 stand in der Gunst der Online-Kunden Marsa Alam, im stationären Vertrieb Lanzarote. Online konzentriert sich das Interesse dabei eher auf die großen Ziele: Die Online-Top-3 versammelten 63 Prozent der Top-10-Buchungen auf sich, die stationären Top 3 57 Prozent.

Stationäre Kunden wollen eher längere Reisen: In einem waren sich stationäre und Online-Reisebüros auch 2017 gleich: Jeweils ein Drittel ihrer Kunden (34 Prozent) buchte mittellange Reisen von acht bis 13 Tagen Dauer. Reisen mit 14 Tagen und länger sind aber eher in stationären Reisebüros zu Hause, wo sie insgesamt 26 Prozent der Buchungen ausmachten (online: 17 Prozent).

Stationäre Kunden buchen mehr Sterne: Vier-Sterne-Hotels sind wie schon im Vorjahr auch 2017 der Favorit in beiden Vertriebswegen – stationäre Reisebüros kamen 2017 auf einen Anteil von 61 Prozent in dieser Hotelkategorie, Online-Reisebüros auf 56 Prozent.

Stationäre Kunden geben mehr Geld pro Buchung aus: Kunden klassischer Reisebüros buchten 2017 eher in Gruppen, eher mehr Sterne und dazu eher längere Reisen – das schlug sich wie im Vorjahr deutlich im Reisepreis pro Buchung nieder. So gaben in stationären Büros knapp ein Drittel der Kunden (32 Prozent) bis zu 1.499 Euro pro Buchung aus, mehr als zwei Drittel (69 Prozent) 1.500 Euro und mehr. Online lag das Verhältnis bei 53 Prozent (bis 1.499 Euro) zu 47 Prozent (1.500 Euro und mehr). Anders gesagt: Online-Reisebüros machten 2017 wie auch 2016 ihr Hauptgeschäft mit Reisen unter 1.500 Euro, stationäre Büros mit Reisen über 1.500 Euro. Allerdings scheinen sich hier die leichten Verschiebungen der anderen Parameter zu summieren – denn es gibt von 2016 auf 2017 einen deutlichen Trend zu höheren Ausgaben pro Buchung: Stationär stieg der Anteil der Buchungen mit 1.500 Euro und mehr von 67 auf 69 Prozent, online von 41 auf 47 Prozent.

Online-Kunden buchen kurzfristiger: 60 Prozent der Gäste in klassischen Reisebüros legten 2017 ihre Reise elf Wochen vor Reisebeginn oder früher fest. Kürzere Vorausbuchungszeiten waren hier relativ gleichmäßig mit drei oder vier Prozent Anteil vertreten. Online aber machten nur 42 Prozent der Bucher elf Wochen oder früher Nägel mit Köpfen – dafür erreichten kürzere Vorausbuchungszeiten bis zu acht Prozent Anteil (Anteil der Buchungen eine Woche vor Reisebeginn). Im Vergleich zu 2016 lässt sich eine leichte Tendenz zum längerfristigen Buchen in den Zahlen erkennen: Der Anteil der Vorausbuchungsfrist „elf Wochen oder länger“ stieg in beiden Vertriebskanälen um ein bis zwei Punkte (online: von 40 auf 42 Prozent, stationär: von 59 auf 60 Prozent).

Deutsche Regionen buchen gleichmäßig online und stationär: Wie 2016 auch, war die Rangfolge der Abflughäfen 2017 in beiden Vertriebskanälen nahezu identisch: Düsseldorf lag mit 18 bis 19 Prozent Anteil an der Spitze, gefolgt von Frankfurt am Main (15 bis 18 Prozent) und München (jeweils 12 Prozent). Einzelne Flughäfen erreichten in den beiden Top-10-Listen Unterschiede im Bereich von einem Prozentpunkt. Das führt zu einer leicht unterschiedlichen Rangfolge und dazu, dass am Ende der Online-Tabelle Berlin-Schönefeld auftaucht, am Ende der Stationär-Tabelle Nürnberg. Dahinter steht aber keine signifikante Bedeutung: Stationäre und Online-Buchungen verteilten sich deutschlandweit auch 2017 ungefähr gleich.

Hier sehen Sie die Ergebnisse als Infografik

Und hier sehen Sie die Infografiken für den österreichischen Markt:

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