Der Youtuber meines Vertrauens

14.11.2017  /  3 Minuten Lesezeit
Autor:
Beate Zwermann

Amadeus Blog: Wie geht Reiseplanung bei der Generation-Z? Woher zieht sie Anregungen für die Reiseroute? Wie informiert sie sich über Destinationen, und vor allem: Wo bucht sie? Ein Selbstversuch.

Mein Sohn ist 15 und Japan-Fan. Im April hatte er mich endlich weichgekocht, und ich versprach, dass wir in den Herbstferien in sein Traumland reisen. Unter einer Bedingung allerdings: Er plant die Reise nach seinen Vorstellungen. Und klar, ich zahle.

Danach dauerte es nicht lange, bis sich mir eine neue Welt der Reiseplanung öffnete: Der Youtuber seines Vertrauens (@Abroad in Japan), so erklärte mir mein Sohn, habe ihm empfohlen, in Tokio im Stadtteil Shinjuku zu wohnen. In der Nähe der U-Bahnstation Waseda gebe es schöne Apartments bei Airbnb. Damit fing es an. Wir fanden tatsächlich eine hübsche Zwei-Zimmer-Wohnung unter 100 Euro pro Nacht und haben gebucht. Als nächstes sollte es nach Kyoto gehen. Dort – so der Youtuber seines Vertrauens – kann man in traditionellen Häusern wohnen. Auch die haben wir mit seinen Anleitungen gefunden. Großartiger Tipp. Japan ohne Hiroshima? Geht nicht. Also galt es, auch dazu ein Video anzuschauen und sich inspirieren zu lassen. Woche für Woche kam mein Sohn mit neuen Ideen um die Ecke: Hier ein Ausflug mit dem Rad durch Kyoto, da das Kunstmuseum der Stadt, dann das Manga-Viertel in Osaka und, und, und.

Anders als sonst lief auch die Fortbewegung in Japan: Von den Airbnb-Gastgebern bekamen wir genaue Anreisebeschreibungen für die öffentlichen Verkehrsmittel, die wir genau befolgten. Danach kannten wir uns damit aus und blieben dabei. Nur einmal in 14 Tagen sind wir Taxi gefahren. Über einen Online-Artikel eines Geschäftsreisenden lernten wir die Pasmo-Card für die U-Bahnen kennen, die wir immer wieder aufluden, sodass wir keinen Stress mit Ticketkäufen hatten.

Ein paar Wochen vor Reisebeginn habe ich dann doch noch einen Reiseführer gekauft, richtig schwer und scheinbar ausführlich. Und tatsächlich kann der Klassiker etwas, was im Internet immer noch schwierig ist: zusammenhängende Reiserouten vorschlagen. Das war letztlich auch für uns wichtig, und dafür hat sich der Kauf gelohnt. Wenn es aber um die Informationsqualität geht, sind andere Quellen schneller, aktueller und umfangreicher als gedruckte Reiseführer – vor allem in einer Welt, in der es fast an jedem Ort WLAN gibt. Ob Fragen zu Geld, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Bahnfahrten – die Antworten haben wir anderswo besser gefunden. Nur einmal haben wir uns auf die Suche nach einem im Reiseführer empfohlenen Restaurant gemacht und standen dann vor verschlossener Tür. Danach verließen wir uns auf die Stichwortsuche und Top-Ten-Listen von Tripadvisor & Co.

Mein Resümee: Wir hatten eine ganz tolle Reise. Vor und während der Tour haben wir uns oft intuitiv neue Möglichkeiten erschlossen. Die Empfehlungen des Youtubers waren sehr, sehr gut. Aber: Wir würden uns eine Vernetzung der Welten wünschen. Es wäre super, wenn mit den Youtube-Videos auch gleich die richtigen Angebote eingeblendet würden. In unserem Fall zum Beispiel das traditionelle Haus in Kyoto auf Airbnb oder das Restaurant in der Nähe oder auch ein Ticketangebot für Flüge und Bahnfahrten.

Und tatsächlich gibt es bei Amadeus bereits ein Tool, mit dem das möglich ist. Es heißt TravelCast. Damit kann man buchbaren Content – also Hotels, Flüge, Bahnen etc. – in Videos einspielen, wenn der Youtuber es zulässt. Das ist wirklich eine tolle Idee. Hier geht’s zum Produkt: Amadeus TravelCast.

 Ach, ja: Japan ist toll.

Über den Autor

Beate Zwermann ist seit 2007 als externe Pressesprecherin für Amadeus Germany, die Amadeus IT Group Madrid und seit 2013 auch für Traveltainment unterwegs. Die gelernte Journalistin bringt es auf 25…
Mehr über den Autor

Schreiben Sie einen Kommentar