Community: Diskussion über Nachhaltigkeit

28.02.2018  /  2 Minuten Lesezeit

In der Amadeus Community wurde eifrig diskutiert: Was können Reisebüros in Sachen Nachhaltigkeit beitragen und wie stehen die Kunden dazu?

Tatsache ist, dass auch wir umdenken müssen, um noch weiterhin viele Jahre unsere Kunden zu den schönsten Orten der Welt reisen zu lassen“. Unter den vielen interessanten Antworten brachte es diese zusammenfassend auf den Punkt. Dabei werden auch die Veranstalter, Airlines oder Reedereien in die Pflicht genommen – und natürlich Kunden, für die nur der Preis ausschlaggebend ist.

Weitere Stimmen der Community-User:

  • Das Thema, muss ich zugeben, habe ich noch nie offen angesprochen.
  • Zum Thema Kinderprostitution hatten wir schon einen unschönen Fall. Ein Kunde fragte uns, wie er denn die „leichten Mädchen“ ansprechen solle und wo er sie am besten findet. Wir haben den Herrn des Büros verwiesen.
  • Ich versuche, Kunden auf sparsamere neue Flugzeugtypen (A380, A350, B787) zu buchen.
  • Ich schaue, welche Hotels bereits ökologisch arbeiten.
  • Einige Kunden schrecken die als nachhaltig gekennzeichneten Hotels ab, wenn sie teurer sind als andere.
  • Die CO2-Kompensation bieten wir einzelnen Kunden aktiv an. Bei Firmen kommt es darauf an, wie gut wir sie kennen. Bei Privatkunden wird das Thema selten angenommen. Hier gilt die Devise: bloß billig.
  • Bei meinen Firmenkunden spreche ich das Thema CO2-Bilanz seit Jahren an und bringe auch immer die CO2-Auswertung mit. Mittlerweile schauen sich meine Ansprechpartner wenigstens die Zahlen an und leiten sie weiter, aber es kommt sehr zaghaft in den Köpfen an.
  • Bei uns wird der CO2-Report von so gut wie keiner Firma verlangt. Und wenn, dann auch nur, weil es irgendeine ISO-Zertifizierung vorschreibt.
  • Bis auf Umweltschutz bei Kreuzfahrtschiffen interessiert unsere Kunden meistens nur der günstigste Reisepreis.
  • Ich habe einen Bericht über die Kanaren gesehen. Die großen Kreuzfahrtschiffe bringen Massen an Touristen, aber nichts für die Destination. Selbst Taxifahrern ist es untersagt, an den Hafen zu fahren. In Venedig zerstören die Schiffe immer mehr die Lagune.
  • Wir Profis sind schon gut informiert, am besten natürlich, wenn man selbst schon vor Ort Zeit verbracht hat.
  • Wie bei Bioprodukten kann ich mich eigentlich nur auf unabhängig zertifizierte Qualitätssigel verlassen. Entsprechende Siegel bräuchten wir auch als Expedienten.
  • Ich sehe die Gefahr, dass Kunden ein Reisebüro meiden könnten, das von Hotels „schlechterer“ Nachhaltigkeitssiegel eher abrät.
  • Was die Kunden angeht: Meiner Meinung nach ist das Reisetyp-Sache. Bei der Preisjagd ist es ihnen meist egal, das viele Arbeitnehmer von der Bezahlung für Hotel & Co. leben müssen.
  • Was bei uns allein an Werbemitteln ins Haus flattert! Das meiste wandert gleich in die Tonne.

Fazit: Nachhaltigkeit sollte einen größeren Stellenwert einnehmen, denn sie geht uns alle etwas an! Aber das ist das Erschreckende: Wir leben ja auch von nicht nachhaltigen Reisen. Wie viel darf/muss eine Reise kosten, damit alle Beteiligten davon leben können?

Weitere Informationen sind in der Community zu finden, in der sie nach Anmeldung auch mitdiskutieren können.

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