Badewanne, ich komme!

23.06.2015  /  2 Minuten Lesezeit
Autor:
Klaus Ennen

Amadeus Blog: Ob meine Freundin eifersüchtig auf „Daria“ wäre? Die wüsste nämlich ziemlich schnell, wie’s mir so geht und was mir gut tun könnte und sie würde mir auch gleich entsprechende Maßnahmen vorschlagen. Also Daria, meine ich.

So könnte ich mein Implantat nennen, das ich mir mittels „Body Modication“ einsetzen lassen könnte. Nein, kein Wearable, sondern ein eingebautes cleveres Helferlein, das meinen Organismus optimiert. – Leute, die das tragen, nennen sich Biohacker oder Cyborgs („cybernetic organsim“). Was bizarr klingt, könnte schon in wenigen Jahren auch Einfluss auf unser Reiseverhalten haben: Alle Passdaten, Passwörter, Zugangscodes, Flugbuchungen, Bordkarten u.ä. sind im Chip unter meiner Haut gespeichert, über den ich außerdem auf GPS-Dienste zugreifen kann. Wenn ich möchte, erhält mein Reiseberater eine Nachricht, falls ich es nicht mehr rechtzeitig zum Flughafen schaffe, und bucht mich auf den nächsten Flug um (nur so nebenbei: daran arbeitet Amadeus schon ganz konkret).

Tja mit Daria… hätte ich letzte Woche gewissen Stress- und Verstimmungssymptomen schon frühzeitig entgegenwirken können. Denn sie misst nicht nur meine Körpertemperatur, sondern ist auch mit implantierten Sensoren etwa im Nackenbereich vernetzt, die Verspannungen registrieren. Sie hätte meinen Terminkalender gecheckt, ein freies Wochenende entdeckt, den Urlaubsantrag zur Genehmigung an den Chef geschickt und mir einen netten Wochenendtrip als Tapetenwechsel gebucht. Oder wenigstens – da sie natürlich mit dem Internet der Dinge verknüpft ist – zuhause schon mal die Badewanne eingelassen.

Von Daria zu träumen habe ich angefangen, als wir im Amadeus Magazin den Artikel „Cyborgs auf Reisen“ geplant haben. Vorreiter Tim Cannon sagt dort beispielsweise: „Ein implantierter Chip ermöglicht wie durch Zauberei, Türen zu öffnen, Licht einzuschalten, Dinge in Gang zu setzen – und du bist selbst der Zauberstab“. Faszinierend, aber noch ein wenig unheimlich. Doch auch mit „virtueller Realität“ werden wir uns vertraut machen. Und Destinationen auch vor der Reise, statt der Reise oder nach der Reise mit Datenbrille und Kopfhörer auf dem Sofa entdecken.

Also liebe Daria, alles in Maßen und alles zu seiner Zeit. Du darfst gerne auch noch den Terminkalender meiner Freundin checken, damit ich nicht alleine verreisen muss. Ich kann die Einstellungen in meinem Service-Menü ja jederzeit ändern… Passende Musik für’s Badezimmer findest du auf meinem Handy. Das Kerzengedöns beim Vollbad kannst du dir übrigens sparen, Hauptsache du denkst dran, um viertel vor acht von „Dieter Thomas Kuhn“ auf die Sportschau umzuschalten. Ich hab‘ mir auch schon fast… eine nette Stelle für dich auf dem Unterarm ausgesucht…

Über den Autor

Klaus Ennen verantwortet den Bereich Marketing Kommunikation bei Amadeus DACH & Traveltainment. Er jongliert täglich virtuos Informationen zwischen Presse, Amadeus Magazin und Newsletter, Webseite, Community, Blog und weiteren Social Media…
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