Low Cost Airlines zu buchen ist kein Hexenwerk mehr

07.05.2018  /  2 Minuten Lesezeit

Der Anteil an Low-Cost-Carrier-Buchungen wächst rasant – auch beim Lufthansa City Center Traveltime in Mönchengladbach. Geschäftsführer Christian Stattrop berichtet aus der Praxis.

„Alle Airlines über E-Ticketing zu buchen“ – das wäre das Optimum, da sind sich Christian Stattrop und sein Prokurist Albert Künzel einig. „Wir sind auf die einfache Buchbarkeit und Mid-Office-Integration angewiesen – jeder Prozessbruch kostet Zeit und Geld“, erläutert Christian Stattrop. Mittlerweile bucht er mit seinen Teams nach eigener Schätzung rund 20 Prozent Low Cost Carrier im Business- und rund 50 Prozent im Touristik-Bereich. Die Renner sind Eurowings, EasyJet und Wizz Air. Airlines wie Norwegian, Condor, Vueling oder Sun Express zählen sie fast schon nicht mehr zu den typischen Billigfliegern, weil die Anbindung über Amadeus E-Ticketing den Buchungsablauf genauso einfach macht wie bei der Buchung von klassischen Full Service Carriern.

Mann lehnt an Hauswand
Christian Stattrop wandelt Anfragen in der Regel auch in Buchungen um

Kein Hexenwerk

Mittlerweise sind auch Buchungen über Amadeus Light Ticketing „kein Hexenwerk mehr“, berichtet Stattrop. Der Buchungsweg hat sich bestens eingespielt. Viel schwieriger gestalten sich die Direktbuchungen: „Ryanair versuchen wir mittlerweile zu vermeiden, der Aufwand ohne die Amadeus Anbindung ist viel zu groß!“

Service im Reisebüro wird geschätzt

Wizz Air lässt sich kaum vermeiden – hier müssen wir zwar direkt über die Website buchen, können aber wenigstens einen eigenen Zugang mit hinterlegten Daten nutzen“, ergänzt Albert Künzel. Das Büro verkauft unter anderem ethnische Reisen, etwa von Dortmund nach Rumänien, über Wizz Air. Gerade diese Kundengruppe findet gerne den Weg ins Reisebüro, weil sie so mehr Zahlungsoptionen hat.

Vor allem Urlaubsreisende sind zwar inzwischen gut vorinformiert, wenn sie ins Reisebüro kommen. Aber die Zeiten, in denen sie sich beraten lassen und dann zu Hause doch über die Website der Airline buchen, sind vorbei. „Auch das hat sich eingespielt“, bestätigt Stattrop. „Wer die Vorteile kennt und weiß, dass wir uns um alles kümmern – gegebenenfalls auch um Umbuchungen und Erstattungen – kommt zu uns. Die anderen gehen sowieso nicht mehr ins Reisebüro.“

Das steht noch auf dem Wunschzettel

Steht außer der E-Ticketing-Anbindung aller Carrier noch etwas auf der Wunschliste? Künzel wünscht sich eine Reduzierung der Preisunterschiede bei Eurowings zwischen den Buchungswegen über Amadeus und dem Airline-Direktvertrieb. Heute müssen diese Tarife über eine hausinterne Buchungsplattform gebucht werden. Für Stattrop bedarf es dazu dringend besserer Lösungen für den Counter. Ansonsten gehören Low-Cost-Buchungen längst zum Reisebüroalltag.

Aktuelle Herausforderungen stellt sicher noch die neue Pauschalreiserichtlinie dar. Gerade bei klassischen Städtereisen bucht das Büro meist (Low-Cost-)Flüge plus Hotel. „Das Thema haben wir natürlich auf dem Schirm“, sagt Stattrop, „wir werden es bis Sommer noch entsprechend am Counter platzieren.“ Und ist selbst gespannt, ob künftig mehr pauschal als einzeln gebucht wird.

Info-Tipp

User Guide Amadeus Light Ticketing (Downloadcenter des Amadeus Germany Extranets)

Schreiben Sie einen Kommentar