Airport: Schöner Warten

28.07.2017  /  3 Minuten Lesezeit
Autor:
Sascha Nau

Amadeus Blog: Ein Buch lesen geht immer, unbestritten. Aber es gibt auch Apps, die die Wartezeit am Airport verkürzen. Meine kleine, subjektive Übersicht.

Diese Warterei am Airport, bis der Flieger endlich abhebt…Gut, dass es Smartphones gibt. Die können die Zeit verkürzen und Nützliches bieten.

Wer oft außerhalb der EU fliegt, für den taugen Apps, die anzeigen, wo es kostenlose W-Lan-Netze gibt. Denn damit lässt sich Geld sparen. Dann gibt es die kleinen Helferlein für Vielflieger auf Umsteigeverbindungen. Andere Progrämmchen machen aus dem Handy ein Navi am Flughafen. Schließlich gibt es Apps, die über Verspätungen und Gate-Wechsel informieren.

App-Verstopfung: Welche nützt?

Eigentlich nervt mich diese Unzahl an Apps, die mein Telefon verstopfen. Ich gehe sparsam mit angebotenen Downloads um. Aber welche Apps müssen oder dürfen sein für (Viel)flieger?

Vorher an den Film-Download denken

Innerhalb der EU kann ja seit diesem Sommer jeder ohne weitere Kosten roamen. Dennoch: Wer nicht zu Hause oder im Hotel die Netflix-Folge aufs Handy gebeamt hat, kann’s vergessen. Denn die W-Lans am Flughafen sind meist schneckenlahm. Aber für ein bisschen Snapchat, Instagram, Whatsapp oder E-Mail ohne Anhänge reicht es am Flughafen allemal.

Für die Langstrecke

Langstrecken-Jettern empfehle ich WiFox. Damit lassen sich – besonders außerhalb der EU – W-Lan-Hotspots finden. Wer auf der Kurzstrecke wenig oder gar kein Datenvolumen mehr hat, für den ist WiFox ebenso nützlich. Die App hat Reiseblogger Anil Polat gestrickt. Wird ein Password für geschlossene Netzwerke benötigt, liefert das Programm diesen Code. Mehr als hundert offizielle W-Lans der Flughäfen rund um den Erdball sind aufgelistet. Auch die Netzwerke von Lounges, Restaurants und Shops sind in der Liste. Das alles bündelt das praktische Helferlein in einer Google-Maps-Karte, die sich interaktiv bedienen lässt. So wird der Passagier durch den Flughafen navigiert. Die App sagt einem sogar, wo der Sitzplatz mit dem besten Empfang des Signals ist. Im Fraport in Frankfurt nutzt der Reisende am besten die offizielle Fraport-App, wenn sich das Datenvolumen zu Ende neigt. Das hier machen wir bei Amadeus nicht, aber die Idee finde ich lustig: In München kann das W-Lan-Signal der Lounge von British Airways abgegriffen werden, was in Deutschland nicht strafbar ist. Passwort: vancouver. In Amsterdam ist es hilfreich, sich in die Nähe der KLM-Lounge zu setzen: das Passwort lautet KLMDDMMYY. Die sechs Buchstaben müssen gegen die Zahlen des aktuellen Datums ausgetauscht werden. Die App WiFox kostet zwei Euro.

Flio will alles können

Dann gibt es Flio, die Universal-App, die aber noch nicht ganz ausgereift ist. Der Fliewatüüt unter den Apps wurde von einem Startup entwickelt, in Englisch, damit sie international zu vermarkten ist. Sie hat die Daten aus 950 Flughäfen gesammelt, allerdings nicht alle vollständig. Per GPS erkennt das Programm, wo der User sich aufhält. Es navigiert zu Duschen, Geldautomaten oder Apotheken. Wer hungrig ist, dem listet Flio Restaurants auf, führt dort hin und liefert gleich noch Rabattcodes dazu. Wer im Duty Free shoppen möchte, der bekommt via Flio ebenso Ermäßigungen und Sonderangebote. Autos mieten, Züge buchen, W-Lan finden – das alles bietet das Programm – vor allem kostenlos!

Und natürlich in eigener Sache

Meine Kollegen schwören auf CheckMyTrip von Amadeus – jederzeit und überall Zugriff auf die Reisepläne.  Unsere Techniker haben die App überarbeitet,  mit neuartiger User-Authentifizierung, grandiosem Design und komfortabler Benutzerführung. Kürzlich  haben wir die Umsteigeverbindung gerade noch erwischt, weil die Kollegin CheckMyTrip auf dem Telefon hatte. Wir sind gut zu Fuß, aber das neue Gate war einen gefühlten Marathon weit weg. Die anderen Apps, auch meine, wussten von nix. Nur CheckMyTrip war auf dem Laufenden. Und dann liefert CheckMyTrip noch alle Informationen, was am Zielort en vogue ist – also in Summe eine runde Sache.

Keine Lust  auf Apps? Grimassen schneiden!

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass es ja auch noch andere Dinge gibt, sich die Zeit am Airport zu vertreiben: Menschen beobachten, Witze mit anderen Alleinreisenden erzählen, eine Runde im Airport-Casino zocken, Yoga praktizieren, einen kalten Weißwein zischen oder mit fremden Kindern Grimassen scheiden.

Über den Autor

Sascha Nau ist seit 2011 bei Amadeus Germany für den Marketingbereich verantwortlich. Neben Marketing Management und Marketing Communication gestaltet er inhaltlich unter anderem Events wie das Amadeus Online Forum. Von…
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