90 Prozent weniger Emissionen …

02.02.2016  /  3 Minuten Lesezeit
Autor:
Carlos Jodar

Amadeus Blog: Haben Sie einen E-Mail-Server im Keller stehen, der Tag und Nacht läuft? Oder nutzen Sie T-Online, GMX oder ähnliche Anbieter und damit deren Server?

Diesen Vergleich stelle ich schon mal bei meinen Airport-Kunden an, um ihnen zu veranschaulichen, was hinter Amadeus Common Use Service (ACUS) von Amadeus Airport IT steckt. Für mich steckt Sharing Economy und Green IT dahinter – und jede Menge persönliche Überzeugung.

Dazu noch ein anderer Vergleich: 5000 Tonnen Kohlendioxid, wieviel ist das? Für 5000 Tonnen CO2 könnte man 625 Mal mit einem Auto rund um die ganze Welt fahren, heißt es. Wenn ich diese Autofahrt nicht unternehme, spare ich demnach genauso viel an CO2-Emissionen ein wie der norwegische Airport-Betreiber Avinor im Jahr allein dadurch, dass er seine Flughäfen auf die IT-Plattform Amadeus Airport Common Use Service umstellt. Das heißt, es geht hier erst mal gar nicht um die Flugzeuge und ihre Flugmeilen, sondern rein um die Umstellung auf eine andere Technologie, die damit zur Green IT wird. Weniger Infrastruktur und weniger Hardware = weniger Energieverbrauch und weniger Kohlendioxid-Emissionen.

Das funktioniert über privates Cloud Computing, virtualisierte Anwendungen und zentrale Infrastruktur im Amadeus Rechenzentrum. Die Flughäfen benötigen also für große Teile ihrer IT keine eigenen Server, Netzwerk-Infrastruktur und Backupsmehr, die fünf bis sieben Jahre laufen, ständig gekühlt werden müssen und spezialisierte Techniker vor Ort erfordern. Stattdessen nutzen die Flughäfen neueste Technologie in einem der modernsten Rechenzentren der Welt mit höchsten Datenstandards. Unsere Terminal-PCs beispielsweise sind Thin Clients mit Solid-State-Festplatte, sie benötigen extrem wenig Energie und sind einfach zu administrieren. Fluggesellschaften nutzen die Gemeinschaftsplattform dann über Terminal-PCs oder Laptops, sodass sie ihre Passagiere von jedem Ort aus einchecken und mit Bordkarten ausstatten können. Bodenverkehrsdienstleister wickeln die Passagierabfertigung mehrerer Airlines gleichzeitig von jedem Check-in-Counter aus ab, ohne dass sie sich in verschiedenen Applikationen ein- und ausloggen müssen, wie es bei anderen Lösungen notwendig ist.

Zehn Prozent, und ich schätze sogar noch weniger: Wir stoßen damit nur noch zehn Prozent der CO2-Emissionen aus, die Server, Klimatechnik etc. ausstoßen würden, wenn sie lokal im Flughafen installiert wären. Und je mehr Flughäfen die zentrale Technologie nutzen – also letztlich miteinander teilen –, desto günstiger wird dieser Wert.

Mich begeistert diese Vision, und sie hat mich vor drei Jahren zu Amadeus gezogen: Die Vision, Innovationen wie diese hocheffiziente Gemeinschaftsplattformvoranzutreiben und Kunden zur Verfügung zu stellen, die die Welt tatsächlich ein Stück weiter bringt. Und jeden Tag Teil dieses Abenteuers zu sein.

Apropos Kunden: „Die Umstellung auf die Cloud wird die klassische Passagierdaten-Verarbeitung an Flughäfen zum Besseren hin verändern. Mit der Amadeus Technologie wird die Avinor Group ihren Flughäfen eine innovative IT-Lösung zur Verfügung stellen – und ein Viertel der Kosten einsparen im Vergleich zu den bisherigen CUTE/CUPPS-Lösungen bei gleichzeitig steigender Kundenzufriedenheit“, sagt Brede Nielsen, Chief Information Officer der Avinor Group. Und hat das umweltfreundliche Ass noch im Ärmel.

Informationen zu Amadeus  Common Use Service finden Sie hier. Die cloud-basierte Technologie ist bereits an dem Flughäfen von Innsbruck und Perth, Australien, im Einsatz. Mit Ålesund, Bodø, Kristiansand und Tromsø hat die Avinor Group schon die ersten vier Flughäfen auf die Plattform Amadeus ACUS migriert, weitere folgen Anfang 2016, darunter die größeren in Oslo und Bergen.

Über den Autor

Carlos Jodar, Senior Sales and Account Manager bei Amadeus Airport IT, ist aufgewachsen „zwischen Madrid und Stuttgart“ und arbeitete bereits zwölf Jahre in der Airport-IT-Branche, bevor er 2012 zu Amadeus…
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